Ostereiertanz, Installation in der Sonderausstellung „Darüber lacht die Republik“

 

Ein Themenrundgang zur deutschen Geschichte in Karikaturen der Weimarer Republik

Anlässlich des 100. Jubiläums unserer Nationalhymne lädt das Hoffmann-Museum an diesem Sonntag, 14. August, um 15 Uhr zu einem Themenrundgang mit Museumsmitarbeiter Tom Hartmann durch die Sonderausstellung „Darüber lacht die Republik. Friedrich Ebert und ’seine‘ Reichskanzler in der Karikatur“ ein. Der Eintritt ins Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K und die Teilnahme am Rundgang sind frei.    

In Karikaturen der damaligen Zeit bildeten Friedrich Ebert und die während seiner Präsidentschaft regierenden Kanzler sowie das demokratische System allgemein ein vielfach dargestelltes Motiv. Die Zeichnungen waren ein gesellschaftlicher Spiegel: einerseits kritisch-humorvoll und andererseits bissig-verleumderisch. Das wird deutlich in der aktuellen Sonderausstellung „Darüber lacht die Republik. Friedrich Ebert und ’seine‘ Reichskanzler in der Karikatur“ im Schloss Fallersleben. Die von der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte gestaltete Wanderausstellung zeigt eine Auswahl an Karikaturen. Die Darstellungen spiegeln zum großen Teil das politische Tagesgeschehen zwischen 1918 und 1933 wider. Sie lassen sich zumeist intuitiv und ohne weitere Erklärungen verstehen. Manche wirken noch heute erstaunlich aktuell. Fantasievolle Installationen ergänzen die Bildexponate und machen die Präsentation besonders anschaulich.

Museumsmitarbeiter Tom Hartmann

Die Ausstellung ist thematisch gegliedert. Unter dem Titel „Auf dem Thron der Republik“ sind zum Beispiel Zeichnungen „mit spitzer Feder“ zur sozialen Herkunft Friedrich Eberts aus einer Heidelberger Schneiderfamilie zusammengefasst. Viele in der Weimarer Republik entstandene Spottbilder bezogen sich auf ein Foto aus dem Sommer 1919: Es zeigt den Reichspräsidenten und den Reichswehrminister Gustav Noske in für die damalige Zeit freizügigen Badehosen. Die noch vom Kaiserreich geprägte Gesellschaft war mehrheitlich schockiert und die Gegner der Republik nutzten das Bild als Kampfmittel gegen den Reichspräsidenten und die Demokratie.   Über die Nationalhymne Friedrich Ebert, der erste Reichspräsident der Weimarer Republik, proklamierte am 11. August 1922, dem dritten Verfassungstag der ersten deutschen Demokratie, das „Lied der Deutschen“ zur Nationalhymne. Hoffmann von Fallersleben verfasste es bereits am 26. August 1841 und beschrieb darin seinen Traum von einem einigen und freiheitlichen deutschen Rechtsstaat. Der SPD-Politiker Ebert wollte mit dieser Hymne die zwischen Monarchisten und Republikanern tief gespaltene Gesellschaft der Weimarer Republik symbolisch einen. Er selbst verstand sich als Präsident aller Deutschen und stand zugleich im Fokus der Kritik der Gegner der Weimarer Republik.  

Fotos: Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K Wolfsburg

Tags: , ,

Ähnliche Artikel

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Fahrrad Berger

Gastroservice

Tierbestatter

Freier Redner

Bestattungen