Zur Entstehungsgeschichte der Nationalhymne

Nachdenken über die Bedeutung von “Einigkeit und Recht und Freiheit” im Hoffmann-Museum.

Zur Entstehungsgeschichte der Nationalhymne

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben schrieb am 26. August 1841 auf der damals britischen Insel Helgoland “Das Lied der Deutschen”. Zum 180. Jubiläum gibt es deshalb einen Museumsrundgang am Donnerstag, 26. August, um 18 Uhr im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K. Das Lied wurde zu Hoffmanns Lebzeiten vielfach gesungen und über 50 Mal vertont. Als Melodie für sein Lied entschied sich Hoffmann für die Melodie von Joseph Haydns Kaiserhymne. Heute ist die dritte Strophe mit der Eingangszeile “Einigkeit und Recht und Freiheit” die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland.
Welche gesellschaftspolitischen und persönlichen Umstände zur Entstehung dieses Liedes führten, wie die Geschichte seiner Rezeption bis heute aussah und was uns der Dreiklang “Einigkeit und Recht und Freiheit” bedeutet, darüber sprechen die Museumsmitarbeitenden Christina Dykan Andrés und Tom Hartmann auf ihrem Rundgang durch die Ausstellung des Hoffmann-von-Fallersleben-Museums im M2K.

“Das 180. Jubiläum des ‘Liedes der Deutschen‘ ist ein guter Anlass, uns die fundamentale Bedeutung unserer freiheitlichen und rechtsstaatlichen Demokratie erneut bewusst zu machen und für diese auch dankbar zu sein. Hoffmann forderte in seinem Lied ‘Einigkeit und Recht und Freiheit‘ und ging mit diesem Text wie mit vielen anderen seiner politischen Lieder ein hohes persönliches Risiko ein. Erinnern wir uns am 26. August an die wechselvolle Geschichte dieses Liedes und damit unserer Nationalhymne, die eng mit der Geschichte unseres Landes – mit ihren Freudenmomenten wie dem Tag der deutschen Einheit, aber auch den Schattenseiten wie dem Dritten Reich – verbunden ist. Und freuen wir uns, heute Hoffmanns Traum von ‘Einigkeit und Recht und Freiheit‘ zu leben, Werte die eben nicht selbstverständlich sind”, unterstreicht Erster Stadtrat Dennis Weilmann, Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur.

Die Botschaft dieses Sehnsuchts- und Kampfliedes entsprach den Wünschen und Hoffnungen zahlreicher Deutscher im 19. Jahrhundert. Den Alltag bestimmten zu dieser Zeit die verschiedenen und mehrheitlich obrigkeitsstaatlich organisierten Einzelstaaten. Aber im Vormärz, in den Jahren vor der Revolution 1848/49, forderten immer mehr Menschen Rechtsgleichheit und bürgerliche Freiheiten. So schrieb Hoffmann von Fallersleben mit seinem Text vielen aus der Seele. Das Lied der Deutschen wurde umgehend ein “Hit”.
Der Eintritt ins Museum und zu dieser Veranstaltung ist frei. Die Teilnahme ist begrenzt. Anmeldungen sind telefonisch unter (05362) 52623 oder per E-Mail an hoffmann-museum@wolfsburg.deerforderlich. Für die Teilnahme ist der Nachweis über einen tagesaktuellen Corona-Negativtest, die vollständige Impfung oder der Genesenen-Nachweis vorzuzeigen. Während der Veranstaltung gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln.

Zur Entstehungsgeschichte der Nationalhymne

Tom Hartmann spricht zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der deutschen Nationalhymne.

 

Zur Entstehungsgeschichte der Nationalhymne

Tom Hartmann begleitet das Museumsprogramm am Donnerstag.

Foto: oh/Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K Wolfsburg/Meike Netzbandt

Foto: oh/Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K Wolfsburg/Peter Riewaldt

Foto: oh/Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K Wolfsburg/Peter Riewaldt

 

Tags: ,

Ähnliche Artikel

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Theater Wolfsburg

Tierwelt Königslutter