
Der Vorschlag, den 1. Juli als jährlichen Gedenktag zur Erinnerung an die Stadtgründung Wolfsburgs festzulegen, wird im Rahmen einer Änderungsvorlage zunächst ausgesetzt. Weil die Vorlage sehr kurzfristig eingebracht worden ist und nicht ausreichend beraten werden konnte, soll dieses zu einem späteren Zeitpunkt mit Vertreter*innen der Politik erörtert werden.
Anders verhält es sich zum Gedenktag anlässlich der Erinnerung an die Opfer des Todesmarsches der Häftlinge des KZ-Außenlagers Laagberg in das „Sterbelager“ Wöbbelin. Dieses Thema ist bereits im vergangenen Verwaltungsausschuss diskutiert worden. Daher soll der geplanten Gedenktag am 7. April in der veränderten Vorlage zur Beschlussfassung erhalten bleiben – auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Veranstaltung im April dieses Jahres.
Oberbürgermeister Dennis Weilmann: „Die Stadt Wolfsburg setzt sich seit Jahrzehnten aktiv und verantwortungsvoll mit ihrer Geschichte und der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander. Uns ist wichtig, dass der Gedenktag zur Erinnerung an die Opfer des Todesmarsches die notwendige Würdigung erhält. Mit der Verankerung dieses Gedenktags verpflichtet sich Wolfsburg, die Geschichte der Opfer, ihr Leid und ihre Würde nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.“
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