Dienstag, März 10Nachrichten rund um Wolfsburg
Shadow

Spielplan Scharoun Theater Wolfsburg für April 2026

Operettengala: Es wird auch wieder hell. Foto: oh/Marc Lontzek

Programmtipps

Ostern ist eines der wichtigsten christlichen Feste. Das Osterfest steht symbolisch für Hoffnung, Neubeginn und Aufbruch und hat das europäische Theater stark geprägt, weil viele frühe Theaterformen aus religiösen Osterspielen entstanden sind. Und so greifen Theaterinszenierungen seit jeher Themen wie Opfer und Erlösung, Wandel oder Wiedergeburt einer Figur sowie die Hoffnung nach einer Krise auf – Theater ist und bleibt immer aktuell! Und so geht‘s im Spielplan im April um die Erfüllung von Träumen, um neu zu Entdeckendes, um Machtmissbrauch, um Familie, um Selbstreflexion, aber auch um Die-Seele-baumeln-lassen und pure Unterhaltung!

Der größte Wunsch dreier Damen ist es, auf einem Luxusdampfer eine Kreuzfahrt zu machen. Doch ausgerechnet, als sie ihr mühsam Erspartes aus der Skatkasse zur Bank bringen, wird diese ausgeraubt und alles ist weg. Inspiriert von den Bankräubern versuchen sie sich ebenso in einem Überfall, werden ertappt und landen statt auf einem Luxusdampfer erstmal in der Gefängniszelle. Aber das ist natürlich nicht das Ende der Geschichte … Das Ensemble des beliebten Ohnsorg-Theaters bietet mi der Komödie Zeit ist Geld – Jetzt oder nie am 09. April wieder viel Gelegenheit für Spaß auf und vor der Bühne!

Wer Altbekanntes schätzt und neu zu Entdeckendes sucht, ist am 11. April als Gast in der Operettengala: „Es wird auch wieder hell …“ genau richtig. Das Landestheater Detmold gastiert mit einer schmissigen Revue aus Liedern aus der weiten Welt der Operettedie geheime Königsdisziplin des Musiktheaters. Nach Offenbachs Operettenerfolgen, der sich mit seinen kunterbunten und fantasievollen Werken zum Vater dieses Genres machte, ergoss sich eine wahre Operettenflut über Europa. Die Operette träumte lauthals von Freiheit und Gleichheit, verpackt in mitreißende Musik, garniert mit Wortwitz und Tanz.

Rendezvous mit dem Pink Panther. Foto: oh/Klaus Mellenthin

Der Name Henry Mancini ist ein Synonym für legendäre Filmmusik: Die Titelmelodie zu „Der rosarote Panther“ genießt inzwischen Kultstatus, und der speziell für Audrey Hepburn geschriebene Song „Moon River“ zum Film „Frühstück bei Tiffany“ gilt als Teil des Great American Songbook. Sängerin und Schauspielerin Antje Rietz widmet sich gemeinsam mit ihrer „Pocket Big Band“ im Konzertprogramm Rendezvous mit dem Pink Panther am 16. April dem genialen Komponisten, Musiker und Menschen Henry Mancini in einem außergewöhnlichen Konzertabend.

Der Kontrabass. Foto: oh/JimAlbright

Es gibt wohl immer Momente in einem Musikerleben, da wird an dem, was man tut, gezweifelt. Ebenso ergeht es einem Berufsmusiker in Patrick Süskinds Ein-Personen-Stück Der Kontrabass. In einem Monolog versucht ein Kontrabassist eine Lobeshymne auf sein Instrument – und scheitert daran. Schauspieler Robert Arnold bietet in der Premiere am 08. Mai eine humorvolle Reflexion über die Lebensbeziehung zu einem Instrument und seine Hassliebe zu ihm, aber auch über Ruhm, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit im Kulturleben. Ein Stück, dass wie kein anderes so gut in ein Theater passt wie dieses!

Der raffinierte Clou in dem virtuos konstruierten klassischen Konversationsstück Ellen Babić ist, dass die Titelrolle, trotz ihrer zentralen Bedeutung, nie auftritt. Marius von Mayenburgs Figur Ellen Babić ist als Schlüsselfigur sowohl ein Symbol für berufliche und private Abhängigkeit als auch dafür, wie Macht ausgeübt und missbraucht wird: Die Englischlehrerin Astrid lebt mit ihrer deutlich jüngeren ehemaligen Schülerin Klara seit zehn Jahren zusammen. Als Astrid ihren Vorgesetzen, den Schulleiter Wolfram Balderkamp, nach Hause einlädt, um eine in der Schule begonnene Unterhaltung über einen brisanten „Vorfall“ während ihrer Klassenfahrt fortzusetzen, reagiert Klara nervös, denn er könnte sich an sie und schwerwiegende Vorwürfe erinnern … Unvergesslich wird der brillante Psychokrimi durch die Kunstfertigkeit der Dialoge und die Fähigkeit, individualisierte Charaktere ins Allgemeingültige zu erheben – zu erleben am 22. April.

Magdalene Ho. Foto: oh/Kaupo Kikkas

Die malaysische Pianistin Magdalene Ho ist seit ihrem Gewinn des Clara-Haskil-Klavierwettbewerbs 2023 der Shootingstar der internationalen Musikszene. 2024 gewann sie zudem den Internationalen Deutschen Pianistenpreis und beeindruckt ihr Publikum seitdem nicht nur mit der brillanten Leichtigkeit ihres Spiels, sondern verzaubert die Konzertgäste auch mit ihrem sympathisch bescheidenen Auftreten. Am 24. April gibt sich Magdalene Ho in ihrem Klavierkonzert mit Werken von Schubert, Beethoven, Schubert und Chopin die Ehre im Scharoun Theater Wolfsburg.

Mit scharfem Blick und gleichzeitig mit viel Humor zeigen Lutz Hübner und Sarah Nemitz in Wunderheiler am 26. April, welche gesellschaftlichen Gräben sich mitten durch eine Familie ziehen, wenn es um die Gesundheit geht. Es geht um Manipulation, Vertrauensbrüche und gegenseitige Verletzungen. Und darum, wie man sich in all dem emotionalen Chaos selbst behaupten kann: seitdem Claudias Mann in der Corona-Pandemie starb, ist die Familie auseinandergedriftet. Doch ausgerechnet jetzt braucht Claudia die Hilfe ihrer drei sehr unterschiedlichen Kinder dringender denn je, denn aufgrund eines Herzklappenfehlers steht ihr eine riskante OP bevor.

Kartenvorverkauf Theaterkasse, Porschestraße 41D

per Mail unter karten@theater.wolfsburg.de

telefonisch unter 05361 2673-38

Abendkasse jeweils 1 Std. vor Vorstellungsbeginn geöffnet

Alle Infos und Karten unter www.theater.wolfsburg.de