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Wolfsburg investiert in seine Schulkinder

Millionenprogramm startet an neun StandortenWolfsburg investiert in die Zukunft seiner Kinder: Neun Schulen im Stadtgebiet werden in den kommenden Jahren gezielt modernisiert und gestärkt. Möglich macht das das bundesweite Startchancen-Programm – ein gemeinsames Programm von Bund und Ländern, das Schulen in sozial schwierigen Lagen gezielt unterstützt. Denn eines ist klar: Ob ein Kind gute Bildungschancen hat, darf nicht davon abhängen, in welchem Stadtteil es aufwächst oder was die Eltern verdienen.

 

Die Rolle der Stadt

Welche Schulen am Programm teilnehmen, legt das Land Niedersachsen fest – auf Basis sozialer Kriterien. Die Stadt Wolfsburg bringt ihre Stärke als Schulträgerin danach ein: Sie plant gemeinsam mit den Schulen, welche konkreten Maßnahmen vor Ort gebraucht werden und setzt diese um. An den geförderten Schulen passiert das ganz konkret: Die Kinder werden besser beim Lesen, Schreiben und Rechnen unterstützt, ihre sozialen Fähigkeiten gestärkt – und die Schulen entwickeln neue Wege, wie Unterricht noch besser gelingen kann. 

Folgende Schulen in Wolfsburg profitieren vom Startchancen-Programm:

Grundschulen:

Regenbogenschule, Wohltberschule, Laagbergschule, Eichendorff Grundschule, Friedrich-von-Schiller-Grundschule und Bunte Grundschule

Weiterführende Schulen:

Hauptschule Vorsfelde, Hauptschule Fallersleben und Wolfsburger Oberschule

Oberbürgermeister Dennis Weilmann macht die Stoßrichtung deutlich: „Gute Bildung darf nicht vom sozialen Hintergrund abhängen. Mit dem Startchancen-Programm investieren wir gezielt dort, wo Unterstützung besonders gebraucht wird, und schaffen bessere Voraussetzungen für erfolgreiche Bildungsbiografien in unserer Stadt.“

Was ändert sich konkret?

Schüler*innen dürfen sich auf modernere Klassenräume, attraktivere Schulhöfe und neue Aufenthaltsbereiche freuen. Auch Fachkräfte wie Schulsozialarbeiter*innen oder Ganztagskoordinatoren erhalten eigene Räume – damit jedes Kind individuell gefördert werden kann.

Stadträtin Iris Bothe, zuständig für Jugend, Bildung, Integration und Soziales, betont den partnerschaftlichen Ansatz: „Die Maßnahmen sind eng mit den Schulen abgestimmt und orientieren sich an den konkreten Bedarfen vor Ort. So entstehen moderne Lernumgebungen, die den Schulalltag spürbar verbessern und neue pädagogische Ansätze ermöglichen.“ 

Wer zahlt?

Von den geplanten 12,1 Millionen Euro übernehmen Bund und Land rund 70 Prozent. Die Stadt Wolfsburg schultert den Rest – eine Investition, die sich lohnt.

Schritt für Schritt bis 2034

Die Umsetzung erfolgt in Etappen bis 2034. Dabei werden auch Themen wie Barrierefreiheit, bessere Raumakustik und begrünte Schulhöfe berücksichtigt – für eine Lernumgebung, in der sich alle wohlfühlen. Der Rat der Stadt entscheidet in seiner Sitzung am 13. Mai über den Startschuss des Programms.

Foto: AdobeStock