
Die Stadt Wolfsburg treibt die Modernisierung und Weiterentwicklung der Leonardo da Vinci-Gesamtschule weiter voran.
„Mit der Modernisierung und Erweiterung des Leonardo da Vinci-Campus investieren wir gezielt in gute Bildungsbedingungen für Kinder und Jugendliche in Wolfsburg. Wir schaffen moderne, zukunftsfähige Lernräume, stärken den Schulstandort Kreuzheide nachhaltig und sorgen gleichzeitig dafür, dass die technische Infrastruktur des gesamten Campus fit für die kommenden Jahrzehnte wird“, erklärt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Im Mittelpunkt steht zunächst die Sanierung und Erweiterung des sogenannten Haus C. Das zweigeschossige Gebäude aus dem Jahr 1966 weist erhebliche bauliche und brandschutztechnische Mängel auf. Bereits bei einer Brandverhütungsschau im Jahr 2017 wurden Defizite festgestellt. Seither erfolgten erste Sicherungsmaßnahmen, gleichzeitig wurde die weitere Nutzung des Gebäudes zeitlich befristet.
„Haus C ist seit Jahren ein bekanntes Problem. Dass wir es jetzt lösen – und zwar gründlich, nicht nur provisorisch – ist das Richtige. Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit, den Standort insgesamt weiterzuentwickeln. Das schulden wir den Kindern und Jugendlichen, die dort jeden Tag lernen.“, hebt Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales hervor.
Neugestaltung von Gebäude und Außenflächen
„Unsere aktuelle Vorentwurfsplanung sieht vor, dass wir Haus C weitgehend bis auf die Tragkonstruktion zurück- und anschließend umfassend neu aufbauen. Zusätzlich erweitern wir das Gebäude um einen Neubau in südlicher Richtung. Künftig sollen dort unter anderem der Ganztagsbereich, ein Selbstlernzentrum mit Bibliothek, Unterrichtsbereiche für die Jahrgänge 5 und 6, Räume für Kunstunterricht sowie ein multifunktionaler naturwissenschaftlicher Fachraum untergebracht werden“, ergänzt Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat. Die Außenanlagen rund um Haus C sollen parallel dazu neugestaltet werden. Grundlage ist ein umfassendes Entwicklungskonzept für den gesamten Schulcampus in Kreuzheide, das seit 2023 erarbeitet wird. Ziel ist dabei eine schrittweise Modernisierung aller Gebäude und Freiflächen.
Neue Versorgungsinfrastruktur
Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist die technische Neuordnung der Versorgung des Schulstandorts. Die bestehenden Leitungen für Wärme, Wasser, Strom und Telekommunikation sind teilweise bis zu 70 Jahre alt und müssen vollständig erneuert werden. Geplant ist daher ein neues Technikgebäude, das künftig die Versorgung aller Gebäude des Campus sicherstellt. Zudem sollen neue Fernwärme- und Trinkwasseranschlüsse geschaffen werden.
Die Maßnahmen dienen nicht nur der baulichen Erneuerung, sondern auch der langfristigen Sicherung moderner Bildungsangebote. Die Planungen erfolgen barrierefrei und inklusionsgerecht. Darüber hinaus ist eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im weiteren Verfahren vorgesehen. Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielen eine wichtige Rolle.
Eine konkrete Objektvorlage für die Sanierung und Erweiterung von Haus C einschließlich der Außenanlagen wird nach aktuellem Stand im Jahr 2027 erwartet. Ebenfalls ab 2027 sollen das neue Technikgebäude errichtet und die neuen Versorgungsleitungen verlegt werden.
Foto: oh/adobe stock
