
WEB hält seit zwei Jahrzehnten das unsichtbare Netz der Stadt am Laufen
Wenn nach einem Starkregen das Wasser abfließt, morgens die Dusche funktioniert oder Straßen und Keller trocken bleiben, steckt dahinter meist eine Infrastruktur, die kaum jemand sieht. Seit 20 Jahren sorgen die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) dafür, dass genau das funktioniert – Tag für Tag, rund um die Uhr.
Was 2006 zunächst als Entwässerungsbetrieb für das Wolfsburger Stadtgebiet begann, ist heute ein modernes Infrastrukturunternehmen für die gesamte Region. Die WEB betreiben rund 1.430 Kilometer Kanalnetz in Wolfsburg, Königslutter am Elm und der Samtgemeinde Boldecker Land. Hinzu kommen 121 Pumpwerke, 89 Regenrückhaltebecken sowie rund 120 Kilometer Gewässernetz. Jährlich reinigen die WEB etwa 9,6 Millionen Kubikmeter Abwasser für rund 153.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
„Die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe leisten seit 20 Jahren einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität in unserer Stadt. Vieles davon bleibt im Alltag unsichtbar – bis zu dem Moment, in dem es gebraucht wird. Gerade mit Blick auf Starkregen, Klimaanpassung und Umweltschutz zeigt sich, wie wichtig moderne und verlässliche Infrastruktur für Wolfsburg ist“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Für WEB-Vorstand Dr. Gerhard Meier hat sich die Arbeit in den vergangenen Jahren deutlich verändert: „Früher ging es vor allem darum, Abwasser zuverlässig abzuleiten. Heute kommen Themen wie Klimaschutz, Hochwasservorsorge und moderne Reinigungstechnik hinzu. Unsere Systeme müssen deutlich mehr leisten als noch vor 20 Jahren.“
Die Folgen des Klimawandels stellen Städte und Gemeinden zunehmend vor neue Herausforderungen. Heftige Regenfälle treten häufiger auf, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Gewässer- und Umweltschutz. Entsprechend investieren die WEB kontinuierlich in die Modernisierung ihrer Anlagen und Netze.
„Eine funktionierende Entwässerung ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Sie ist ein entscheidender Teil moderner Stadtentwicklung und Vorsorge. Die WEB investieren deshalb gezielt in Technik und Infrastruktur, damit Wolfsburg auch in Zukunft auf extreme Wetterlagen vorbereitet ist“, betont Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat.
Auch Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer hebt die Bedeutung moderner Wasserwirtschaft hervor: „Eine moderne Wasserwirtschaft ist für eine saubere Umwelt und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels unverzichtbar. Die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe zeigen seit 20 Jahren, wie kommunale Infrastruktur vorrausschauend mit moderner Technik innovativ weiterentwickelt wird. Die WEB sind nicht nur Spitze bei der Abwasserreinigung, sondern auch bei der Energiewende durch grüne Gaserzeugung und Solarenergie. Die geplante Großwärmepumpe mit ökologischer Verbesserung der Aller wird einen weiteren Beitrag für die umweltschonende und klimaneutrale Wärmeversorgung leisten. Ich bin froh und stolz wie die Entwässerungsbetriebe Wolfsburg hier ökologisch und innovativ Spitzenreiter und Vorbild für ganz Deutschland sind. Gerade mit Blick auf die Klimaerhitzung, langen Trockenphasen und zunehmenden Wassermangel Starkregenereignisse brauchen wir leistungsfähige Kläranlagen und zukunftssichere Entwässerungssysteme.“
Ein bedeutendes Zukunftsprojekt ist dabei der Ausbau des Klärwerks Wolfsburg-Stahlberg zu einem der modernsten Klärwerke Europas. Mit neuer Membrantechnologie und zusätzlichen Reinigungsstufen sollen dort künftig noch höhere Anforderungen an Gewässer- und Umweltschutz erfüllt werden.
Auch nach 20 Jahren bleibt die wichtigste Aufgabe der WEB dabei unverändert: dafür zu sorgen, dass in Wolfsburg das funktioniert, worüber die meisten Menschen erst nachdenken, wenn es einmal nicht mehr funktioniert.
