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„Verwandtschaften“ – Das 24. Internationale Musikfest Goslar – Harz 2026

Till Brönner.
Foto: oh/RobFreiberger

Internationale Künstler, intime Kammermusik und große emotionale

Bögen vom 7. bis 23. August in Goslar und der Harzregion
In Goslar, wo Geschichte und Gegenwart eng beieinander liegen, entfaltet sich in diesem Sommer erneut ein Festival, das Musik als Spiegel menschlicher Beziehungen feiert. Das Internationale Musikfest Goslar-Harz, seit über zwei Jahrzehnten ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens Norddeutschlands, widmet sich 2026 dem Motto „Verwandtschaften“. Es erkundet familiäre Bande, seelische Freundschaften und geistige Wahlverwandtschaften – jene unsichtbaren Fäden, aus denen große Kompositionen gewoben sind. Von den Mendelssohn-Geschwistern über das Ehepaar Schumann bis zu den anderen Titanen der Romantik und zeitgenössischen Brückenbauern entsteht ein Festival, das Herz und Verstand berührt.

Das Festival wird am Freitag, 7. August um 19.00 Uhr im Kulturkraftwerk HarzEnergie mit dem Programm „Enge(l) im Kopf“ eröffnet. Der österreichische TV- und Bühnenstar Wolfram Berger und der charismatische Pianist Markus Schirmer präsentieren ihr gefeiertes Kultprogramm. Berger sinniert mit feiner Ironie und existentieller Tiefe über Vergänglichkeit, Lebenslust und Banalität, während Schirmer mit komödiantischem Talent und betörender Klavierkunst eine parallele Erzählebene schafft. Ein kluger, berührender und höchst unterhaltsamer Eröffnungsabend.

Am Samstag, 8. August um 19.00 Uhr präsentiert in der Stephanikirche Goslar das preisgekrönte Trio Zadig Werke von Fanny und Felix Mendelssohn. Fanny Mendelssohns Klaviertrio d-Moll op. 11 und Felix’ Trios c-Moll MWV Q3 sowie d-Moll op. 49 lassen den intimen Dialog zweier verwandter Seelen hörbar werden – Musik aus derselben Quelle, doch mit unterschiedlicher Stimme.

In der Stephanikirche sind am Sonntag, 9. August um 11.30 Uhr „Soulmates“ zu erleben, wenn Olena Miso (Klavier) und Johannes Krebs (Violoncello) Robert Schumanns Fantasiestücke op. 73, Johannes Brahms’ Sonate e-Moll op. 38 sowie Cellosonaten von Benjamin Britten und Dmtri Schostakowitsch aufführen: Ein Programm, das tiefe persönliche und künstlerische Freundschaften zum Klingen bringt.

Im Forum der INN-tegrativ gGmbH präsentieren am Mittwoch, 12. August um 19.00 Uhr die jungen Grazer Cellisten Julian Krämer und Ruben Mihelač unter dem Titel „Cellissimo“ Werke von Luigi Boccherini, Zoltán Kodály, Max Reger und David Popper – solistisch und im Duo.

Am Donnerstag, 13. August um 19.00 Uhr spielt sich bei „Dvořák und sein Schwiegersohn“ in der Nonnenempore Kloster Wöltingerode ein berührendes Generationengespräch zwischen dem Meister und seinem Schüler und Schwiegersohn ab, wenn Olena Miso, Andrej Bielow, Łucja Madziar, Marc Sabbah und Johannes Krebs Josef Suks Klavierquartett a-Moll op. 1 und Antonín Dvořáks Klavierquintett A-Dur op. 81 aufführen.

Am Freitag, 14. August um 19.00 Uhr lassen in der Klosterkirche Ilsenburg fünf herausragende Streicher um den Künstlerischen Leiter Johannes Krebs die tiefe Verbundenheit dreier Titanen der Romantik erstrahlen: Echte „Seelenverwandte“ sind Richard Wagner („Siegfried Idyll“), Franz Liszt („Am Grab Richard Wagners“) und Anton Bruckner (Streichquintett F-Dur).

THE OHOHOHS.
Foto: oh/vierdreieins

Das zweite Festival-Wochenende mit Orchesterklang und Familienfreude

„(Wahl)Verwandtschaften“ stehen am Samstag, 15. August um 19.00 Uhr in der Kaiserpfalz im Mittelpunkt, wenn das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode unter der Leitung von GMD Christian Fitzner die Orchestersuite Nr. 1 C-Dur von Johann Sebastian Bach, das Flötenkonzert d-Moll von Carl Phillip Emanuel Bach (Solistin Anna Wierer) sowie Ludwig van Beethovens Egmont op. 84 aufführt.  Mit Sopranistin Jessey Joy-Spronk und Sprecherin Lea Reinhard wird die Musik zu Goethes Trauerspiel „Egmont“ zum großen Bühnenerlebnis.

THE OHOHOHS laden am Sonntag, 16. August um 11.30 Uhr Kinder insbesondere zwischen 6 und 12 Jahren mit ihren Familien ein, in der Kaiserpfalz „Classical Beatz for Kids“ zu hören. Mit Klavier und Percussion ein mitreißendes Konzert für die ganze Familie.

Am Mittwoch, 19. August um 19.00 Uhr stehen im Großen Heiligen Kreuz Goslar „Robert & Clara“ im Zentrum. Die aus Südafrika stammende Sopranistin Megan Kahts und der international renommierte Pianist Florian Krumpöck widmen sich der innigen Beziehung des Komponistenpaares Schumann. Zu hören sind Robert Schumanns berühmter Liederzyklus „Frauenliebe und -leben“ op. 42 sowie ausgewählte Lieder von Clara Schumann. Ein Abend, der die Liebe, die gemeinsame künstlerische Leidenschaft und die tragische Tiefe dieser einzigartigen Ehe in Musik verwandelt – einfühlsam, authentisch und zutiefst berührend.

Im Kreishaus Goslar präsentieren sich in Kooperation mit den Internationalen Konzertarbeitswochen Goslar am Donnerstag, 20. August um 18.00 Uhr „Verwandte Stimmen“. Der junge Geiger Muyang Wu und die Pianistin Valentina Kaufman verzaubern mit Ausschnitten aus Felix Mendelssohns „Lieder ohne Worte“, darunter das berühmte „Venetianische Gondellied“, Mozarts Violinsonate A-Dur KV 526, Augusta Read Thomas’ moderner „Incantation“ für Violine solo sowie Robert Schumanns leidenschaftlicher Violinsonate Nr. 2 d-Moll op. 121. Ein Konzert, das romantische Lyrik, klassische Brillanz und zeitgenössische Klänge verbindet und jungen Talenten eine Bühne bietet.

Der Freitag, 21. August, widmet sich um 19.00 Uhr in der Neuwerkkirche der „KlangSprache“. Die international gefeierte Geigerin Jiyoon Lee, Erste Konzertmeisterin der Staatskapelle Berlin und Preisträgerin renommierter Wettbewerbe, bringt mit außergewöhnlicher Ausdruckskraft Werke für Violine solo zum Erklingen: Eugène Ysaÿes Sonate Nr. 4 e-Moll, Heinrich Ignaz Franz Bibers Passacaglia in g-Moll, Johann Sebastian Bachs Chaconne d-Moll sowie Nathan Milsteins virtuose Paganiniana. In einen intensiven Dialog mit der Musik tritt die frisch gekürte WortWerkerin 2026 Elisabeth Pape. Ihre literarischen Beiträge schaffen eine eigene KlangSprache, in der Musik und Wort einander reflektieren und vertiefen. Ein Abend von hoher Konzentration und emotionaler Dichte.

Enge(l) im Kopf.
Foto: oh/Christian Jungwirth

Grandioses Open-Air-Finale

Am Sonntag, 23. August um 17.00 Uhr tritt Jazz-Legende Till Brönner mit seiner Band auf die Bühne vor der Kaiserpfalz. Der charismatische Trompeter bringt mit seiner „ITALIA Live Tour 2026“ den Sound des Südens nach Goslar – eine Hommage an die italienische Musik der 60er- bis 80er-Jahre voller mediterraner Leichtigkeit, Virtuosität und Dolce-Vita-Stimmung. Ein sommerlicher musikalischer Höhepunkt unter freiem Himmel.

Das 24. Internationale Musikfest Goslar – Harz 2026 ist eine Einladung, den menschlichen Verbindungen zu lauschen, aus denen große Kunst erwächst – in historischen Kirchen, modernen Räumen und unter dem weiten Himmel der Kaiserpfalz.
Informationen zu Terminen, Orten und Programmen finden sich unter www.musikfest-goslar.de. Programmbroschüren sind in den Goslarer Vorverkaufsstellen und sowie vielen Geschäften der Region erhältlich. Vorverkauf ab sofort bei der Goslarsche Zeitung, Goslarer Tourist-Information, im Musikalienhandel opus 57 und in allen Reservix-Vorverkaufsstellen. Tickets online im Ticketshop auf: www.musikfest‐goslar.de