
Das Bundeskartellamt hat am heutigen Mittwoch im Verfahren zur 50+1-Regel
seine abschließende, aber rechtlich nicht bindende Stellungnahme veröffentlicht. Nachfolgend die Stellungnahmen des VfL Wolfsburg und der Volkswagen AG zu diesem Thema.
Statement VfL Wolfsburg:
Der VfL Wolfsburg nimmt die abschließende, rechtlich nicht bindende Stellungnahme des Bundeskartellamts zur 50+1-Regel und deren Anwendung zur Kenntnis. Der Klub wird die darin enthaltenen Ausführungen nun sorgfältig prüfen.
In dieser Stellungnahme des Bundeskartellamts wird der weitere Reformbedarf der 50+1 Regel deutlich. Alle Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga sind angehalten, gemeinsam Änderungen herbeizuführen.
Der VfL Wolfsburg hat sich bereits in den vergangenen Jahren intensiv in den Prozess eingebracht und dabei konkrete Vorschläge für eine zukunftsfähige Ausgestaltung der 50+1-Regelung unterbreitet. Aus unserer Sicht bedarf es einer praktikablen Lösung, die Rechtssicherheit schafft, faire und zuverlässige
Wettbewerbsbedingungen gewährleistet und zugleich den unterschiedlich gewachsenen Strukturen im deutschen Profifußball Rechnung trägt.
Entscheidend ist nun, gemeinsam einen langfristig tragfähigen Weg zu finden. Die aktuelle Stellungnahme bietet Ansatzpunkte für die weitere Diskussion.
Der VfL Wolfsburg wird sich weiterhin konstruktiv in diesen Prozess einbringen und die Gespräche mit der Bundesliga-Gruppe, den Klubs und den weiteren Beteiligten fortsetzen.
Statement Volkswagen AG:
Das Bundeskartellamt hat heute nach acht Jahren Prüfung seine abschließende, rechtlich aber nicht bindende Stellungnahme zur 50+1-Regel im deutschen Profifußball vorgelegt.
Die Volkswagen AG war darauf vorbereitet und wird nun die aktuelle Stellungnahme gründlich analysieren und bewerten. Wir sind schon seit Jahren zu allen Facetten des übergeordneten Themas „50+1“ im konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten und werden diesen fortführen.
Unser Ziel ist es, im vernünftigen Miteinander einen alle Interessen berücksichtigenden, tragfähigen Kompromiss zu finden. Dieser muss den Wettbewerb sowie die Leistungskraft der Vereine und der Bundesligen stärken und darüber hinaus das Wesen des deutschen Fußballs erhalten. Unsere Bereitschaft hierzu haben wir schon seit längerem signalisiert.
Nun ist es an der Bundesliga-Gruppe, auch im Dialog mit weiteren Akteuren aus Politik und Wirtschaft, gemeinsam mit allen Klubs eine faire, praktikable und langfristig tragfähige Lösung zu erarbeiten.
Gleichzeitig weisen wir aber auch darauf hin, dass die Volkswagen AG verpflichtet ist, die Interessen seiner Aktionärinnen und Aktionäre zu wahren. Deshalb behalten wir uns alle angemessenen weiteren Schritte vor.
Die Verbindung zwischen Volkswagen und dem VfL Wolfsburg ist historisch über acht Jahrzehnte gewachsen und eng mit der Entwicklung der Stadt Wolfsburg sowie dem Unternehmensstandort verbunden. Die Förderung der VfL Wolfsburg Fußball-GmbH stellt daher vor allem ein langfristiges Bekenntnis zum Unternehmenssitz Wolfsburg und zur Region dar.
Das Engagement von Volkswagen trägt dazu bei, die Verbindung zwischen Unternehmen, Verein und Bevölkerung zu stärken und sichtbar zu machen, und ist von großer Bedeutung für die Attraktivität des Standorts Wolfsburg. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Werks, ihre Familien, aber auch die Bevölkerung der gesamten Region tragen diese Partnerschaft.
Über die Unterstützung des VfL Wolfsburg hinaus ist Volkswagen ein großer und engagierter Förderer des Sports – vor allem des Breitensports an seinen Unternehmensstandorten, aber auch des Spitzensports in ganz Deutschland.
Hier geht es zur Stellungnahme des Bundeskartellamts.
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