
Je stürmischer und dunkler die Abende im Oktober werden, desto heller
strahlen die Lichter aus dem Scharoun Theater hinaus in die Stadt und weisen den Weg in den sicheren und gemütlichen Hafen der Kultur – ein üppiger Programmmix aus Musik und darstellendem Spiel im Herbstmonat sorgt dort für ein wohltuendes Wechselbad der Gefühle!
Mit einer Premiere – und erstmals in der Geschichte des Scharoun Theaters mit festem Schauspielensemble – wird am 01. Oktober die 54. Spielzeit des Theaters eingeleitet: Das tief berührende Schauspiel Oskar und die Dame in Rosa erzählt im Zusammenspiel des totkranken Oskar und der ehrenamtlich in einer Klinik beschäftigten Dame in Rosa von Liebe, Schmerz, Freude und Verlust.
Das renommierte zeitgenössische Tanzensemble der National Dance Company Wales wird das Publikum am 04. Oktober erstmals mit einer Mischung aus tiefgründiger Choreografie, beeindruckender Körpertechnik und emotionaler Ausdruckskraft begeistern.
Die Aufarbeitung sensibler deutscher Geschichte kann mitunter auch in völlig überzeichneter Darstellung gelingen, wie das düster-ironische Musical Er ist wieder da nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Timur Vermes aus dem Jahr 2012 und dem Kinohit 2015 am 05. Oktober beweist. Darin erwacht Adolf Hitler im Jahr 2025 mitten in Berlin. Seine schnelle Popularität durch skandalöse, aber scheinbar harmlose Clips im Internet macht weitere Medien auf ihn aufmerksam, und so fordert er die Gesellschaft des heutigen Deutschlands gründlich heraus.
Die Bühnenshow Servus, Peter – Die Hommage an Peter Alexander zum 100. Geburtstag ehrt den unvergessenen Wiener Entertainer ehrt den großen Entertainer mit dessen größten Hits, Sketchen und nostalgischen Erinnerungen, präsentiert am 08. Oktober vom bekannten österreichischen Showstar Peter Grimberg im Stil der legendären Peter-Alexander-Shows. Als „Special Guests“ auf der Bühne erlebt das Publikum außerdem Andreas Lebbing, den Sänger der Schlager-Kult-Formation „Wind“ sowie den allseits beliebten Comedian Horst Freckmann.

Am 09. Oktober gastiert das Landestheater Detmold mit Puccinis wohl bekannteste Oper La Bohème
über die vier jungen Künstler Rodolfo, Marcello, Colline und Schaunard, deren Lebensentwürfe mit dem ihrer Nachbarin Mimì aufeinanderstoßen. Durch Mimìs Bekanntschaft lernt die Gruppe, was das Leben eigentlich bedeutet und dass Vergänglichkeit ein unumgehbarer Teil davon ist – mit einigen der berühmtesten Arien der Operngeschichte!
Das Scharoun Theater bietet in der neuen Spielzeit mit der Kinderphilharmonie erstmals eine Konzertreihe an, die es sich zum Ziel gemacht hat, klassische Musikerlebnisse für die Allerkleinsten zu schaffen. Die Konzerte im Foyer sind kurz und liebevoll gestaltet, mit einer Dauer von 35 bis 45 Minuten – ideal für die Aufmerksamkeitsspanne der ganz Kleinen. Die Kinderphilharmonie am 10. Oktober insgesamt dreimal für 3 verschiedene Altersstufen: von 0-18 Monate (10.00 Uhr-Termine), 1-3 Jahre (11.30 Uhr-Termine) und 3-7 Jahre (14.30 Uhr-Termine).
Musikalisch bleibt es ebenfalls am 17. Oktober im Sinfoniekonzert der Philharmonie Südwestfalen und dem Tubisten Daniel Barth. Unter dem Titel „Praeludium“ erklingen Werke von Edward Grieg, Arild Plau und Antonín Dvořák. Eine Konzerteinführung um 19.15 Uhr stimmt Interessierte auf die einzelnen Werke ein.
Meisterhaft balanciert Shakespeare in seiner so populären Komödie Viel Lärm um nichts zwischen brillantem Wortwitz und emotionaler Tiefe. In einem schillernden Netz von Irrungen und Wirrungen der Liebe stellt er zentrale Fragen an unser Zusammenleben und so an die Herausforderungen von Beziehungen überhaupt, zu sehen in einer Inszenierung des ensemble persona am 18. Oktober 2026.

Komödie
Seit über dreißig Jahren geht der Musikkritiker Reger jeden zweiten Tag in das Kunsthistorische Museum Wien; zum einen wegen der idealen Raumtemperatur, zum anderen wegen Tintorettos „Bildnis eines weißbärtigen Mannes“. Der Museumswärter Irrsigler ist über die Jahre zum Sprachrohr Regers geworden und sorgt dafür, dass dieser ungestört Tintorettos Gemälde betrachten kann. Dieses tragikomische Werk Alte Meister steht am 20. Oktober auf dem Spielplan.
Popkultur meets Theatre: Mit seiner praktischen Anleitung, um der phänomenalen Pop- und R’n’B-Sängerin Beyoncé näher zu kommen, erfahren die Zuschauer:innen in dem Abend Don’t worry, Be Yoncé am 24. Oktober in wenigen Schritten, was nötig ist, um SIE zu sein – Und das ist mehr als singen, tanzen und performen, mindestens: Diva, Queen, Sexbombe, Mutter, Geschäftsfrau, Ehefrau, Feministin.
Karajan meets Bernstein: einen echten Broadway-Erfolg liefern die Hamburger Kammerspiele am 29. Oktober mit Last Call – Letzte Runde. Bernstein und Karajan nehmen einen Drink. Im legendären Hotel Sacher in Wien begegneten sich 1988 zwei der weltgrößten Dirigenten des 20. Jahrhunderts – Herbert von Karajan und Leonard Bernstein. Ein intensiver, mitunter kämpferischer, leidenschaftlicher und immer inspirierender Austausch beginnt, vom amerikanischen Theaterautor Peter Danish dokumentiert, der 30Jahre später durch Zufall auf jenen Kellner traf, der die beiden exzentrischen Herren damals bediente – ein ganz besonderes Zeitdokument!
In Me and Mr. Cash tauchen die Schauspieler Lucie Mackert und Roman Roth gemeinsam mit dem Gitarristen Thomas Maos 31. Oktober in das Musikerleben von Johnny Cash und June Carter und deren Tag ihrer ersten Begegnung ein und beleuchten die zwei Seiten einer Liebe im Showgeschäft.
Mit Hilfe von neuen Arrangements altbekannter Countryklassiker wird musikalisch und darstellerisch dieses Stück Musikgeschichte erzählt und vergangene Zeiten neu beleuchtet.
Aktuelle Informationen sind zu finden unter www.theater.wolfsburg.de
