Donnerstag, Oktober 29Nachrichten rund um Wolfsburg
Shadow

Das Schicksal der Wolfskinder

Unter dem Titel Wolfskinder – Ostpreußens letzte Kinder ist vom 2. bis 20. November

eine Ausstellung des Historikers Dr. Christopher Spatz in der Bürgerhalle des Wolfsburger Rathauses (Porschestraße 49) zu sehen. Die Ausstellung erinnert an das Schicksal elternloser Kinder, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Ostpreußen ums Überleben kämpfen mussten. Die Eröffnung findet am Montag, 2. November, um 19:00 Uhr mit einem Vortrag von Dr. Christopher Spatz und unter Beteiligung von Stadträtin Iris Bothe statt. Die Eröffnung und Ausstellung sind öffentlich zugänglich und der Eintritt ist frei.

Im Mittelpunkt stehen die Lebensgeschichten der sogenannten Wolfskinder. Nach Kriegsende verloren zahlreiche Kinder in Ostpreußen ihre Eltern und ihr Zuhause. Zwischen 1945 und 1948 waren viele von ihnen auf sich allein gestellt. Auf der Flucht vor Hunger und Not suchten einige Zuflucht im benachbarten Litauen. Auf Grundlage von zwölf lebensgeschichtlichen Interviews hat der Historiker ihre Erinnerungen dokumentiert und ihre Lebenswege rekonstruiert. Die Ausstellung zeigt, wie die Erfahrungen von Krieg, Flucht und Vertreibung die Betroffenen bis heute prägen. Auch in Wolfsburg und Umgebung fanden zahlreiche Vertriebene aus Ostpreußen eine neue Heimat.

Die Ausstellung wird anlässlich des Volkstrauertages vom Bezirksverband Braunschweig des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Stadt Wolfsburg unter Beteiligung des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr organisiert. Gefördert wird sie von der IG Metall Wolfsburg. Interessierte können die Ausstellung während der bekannten Öffnungszeiten des Rathauses kostenfrei besuchen.

Foto: oh/adobe stock