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Bäume im Wasserstress

Christina Hackmann (li.) und Anne Klosterhalfen forschen an Wädern im Wasserstress. Foto: oh/ © Hackmann und Klosterhalfen

Woran erkennen Forschende, dass Bäume unter Wassermangel leiden, lange bevor

die ersten Blätter welken? Lassen sich die versteckten Notsignale ganzer Wälder frühzeitig entschlüsseln, um sie vor dem Klimawandel zu schützen? Mit wichtigen Umweltfragen wie diesen beschäftigt sich der kommende Science Talk im phaeno Wolfsburg in Kooperation mit Volkswagen Group. Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 18:30 Uhr, nehmen die Göttinger Forscherinnen Dr. Christina Hackmann und Dr. Anne Klosterhalfen das Publikum mit auf eine wissenschaftliche Spurensuche vom einzelnen Baum bis zum gesamten Ökosystem. Der Eintritt ins phaeno Wissenschaftstheater ist frei.

Heiße Sommer und lange Trockenperioden

Zu Gast beim Science Talk sind die Waldökologin Dr. Christina Hackmann und die Bioklimatologin Dr. Anne Klosterhalfen von der Universität Göttingen. Die beiden Wissenschaftlerinnen erforschen, wie extrem heiße Sommer und ausbleibender Regen die heimischen Wälder verändern. Um den unsichtbaren Stress der Bäume sichtbar zu machen, nutzen sie Detektivarbeit auf verschiedenen Ebenen: Dr. Christina Hackmann untersucht das Wachstum und den Wasserstatus direkt am Stamm, analysiert Umweltparameter vom Waldboden bis zur Baumkrone und nutzt Isotopenanalysen.
Dr. Anne Klosterhalfen blickt hingegen aus der Vogelperspektive auf das Ökosystem: Mit der sogenannten Eddy-Kovarianz-Methode misst sie den exakten Austausch von Wasser, Energie und Kohlenstoff zwischen den Baumwipfeln und der Luft.

Die Kombination dieser Daten liefert präzise Prognosen darüber, wie sich der Klimawandel langfristig auf unsere Forstwirtschaft auswirkt. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in das niedersächsische Klima.Zukunftslabor „FoResLab“ ein. Als Teil des landesweiten Netzwerks des Zentrums Klimaforschung Niedersachsen (ZKfN) schlägt das Projekt eine Brücke zwischen akademischer Forschung und der Praxis vor Ort. Das Ziel ist handfest: Forstbetriebe und die regionale Politik erhalten konkrete Daten und Entscheidungshilfen, um die Wälder der Region gezielt umzubauen und für die Zukunft zu wappnen.

Der Science Talk wird hybrid angeboten, sowohl in Präsenz als auch als YouTube-Livestream. Den Link zum Livestream finden Interessierte auf www.phaeno.de

Zur Person:

Dr. Christina Hackmann studierte Landschaftsökologie an der Universität Münster. Seit 2021 arbeitet sie an der Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen der Universität Göttingen, wo sie 2025 ihre Promotion mit Auszeichnung („summa cum laude“) abschloss. Seit August 2025 widmet sie sich dort als Postdoktorandin im Projekt „FoResLab“ der Trockenheitstoleranz und dem Wachstum von Bäumen. Im April 2026 wurde sie für ihre wegweisende Forschung mit dem Göttinger Preis für Waldökosystemforschung ausgezeichnet.

Dr. Anne Klosterhalfen absolvierte ihr Diplom-Studium der Geographie an der Universität Bonn. Nach ihrer Doktorarbeit am Forschungszentrum Jülich und internationalen Forschungsstationen, unter anderem in Schweden, ist sie seit März 2021 als Postdoktorandin in der Abteilung für Bioklimatologie der Universität Göttingen tätig. Zu ihren wissenschaftlichen Prioritäten gehören die Wechselwirkungen zwischen Land und Atmosphäre in Waldökosystemen sowie die stetige Verbesserung moderner meteorologischer Messverfahren.