
Ausbildung und Studium zwischen Technik, Handwerk und Umweltschutz
Sauberes Trinkwasser aus dem Hahn scheint selbstverständlich. Tatsächlich steckt dahinter eine technisch anspruchsvolle Infrastruktur, die rund um die Uhr betrieben, gewartet und weiterentwickelt werden muss. Dafür braucht es qualifizierte Fachkräfte – vom Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik über Umwelttechnologinnen für Wasserversorgung bis hin zu Ingenieurinnen, Laboranten und Verwaltungsfachleuten. Sie sichern die Wasser- und Abwasserversorgung als Teil der kritischen Infrastruktur, schützen die Umwelt und damit unsere Lebensqualität. „Das Berufsfeld Wasser ist für unsere Gesellschaft zentral, da wir in jeder Hinsicht auf sauberes Trinkwasser und eine sichere Abwasserentsorgung angewiesen sind“, sagt Jana Arnold vom Forum Trinkwasser und ergänzt: „Die vielfältigen Ausbildungen und Studiengänge rund ums Wasser bieten deshalb spannende Berufschancen und krisensichere Jobs.“
Breites Spektrum an Berufen – steigende Anforderungen
Das Berufsspektrum ist breit. Ausbildungsberufe sind etwa Vermessungstechnikerin, Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung oder Wasserversorgung sowie Anlagenmechanikerin für Rohrsystemtechnik. Ebenso eröffnen Studiengänge spannende Berufschancen in der Wasserwirtschaft: etwa Elektrotechnik, Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik, Hydrologie oder Bauingenieurswesen mit Schwerpunkt Wasser. Die Arbeitsorte reichen von Trinkwasseraufbereitungs- und Kläranlagen über Ingenieurbüros bis zu Einsätzen im Gelände, etwa an Flüssen oder Hochwasserschutzanlagen. Auch Tätigkeiten in Laboren, bei Wasserverbänden, in kommunalen Betrieben oder im Bereich Umweltschutz gehören dazu. Gefragt sind handwerkliches Geschick, technisches Verständnis oder analytisches Denken – je nach Berufsbild. „Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist groß, da die Wasserwirtschaft vor großen Veränderungen steht“, so Arnold. Denn die Herausforderungen durch Starkregen oder Dürre durch den menschengemachten Klimawandel steigen und erfordern Lösungen und Anpassungen der Infrastruktur.
Verantwortung und Perspektiven
Einen Überblick über Ausbildungs-, Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Branchenportale wie www.berufswelten-energie-wasser.de. Dort finden Interessierte Informationen zu Qualifikationswegen, Tätigkeitsfeldern und Einstiegsmöglichkeiten. Egal ob Berufsausbildung oder Studienabschluss: Wer sich für eine Tätigkeit in der Wasserwirtschaft entscheidet, arbeitet in systemrelevanten Bereichen der kritischen Infrastruktur. Die Berufe gehen mit einem hohen Maß an Verantwortung einher. (DJD)
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