
Niedersachsens Kultusministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin
Julia Willie Hamburg hat am Donnerstag das Science Center phaeno in Wolfsburg besucht. Anlass war die Präsentation neuer Bildungsformate, darunter das kürzlich eröffnete „Forum Kunststoff“ sowie das landesweite Projekt „Miniphänomenta“. Begleitet wurde sie vom Landtagsabgeordneten Christian Schroeder.
Bei ihrem Rundgang durch das neue Forum und das phaeno probierte die Ministerin mehrere interaktive Exponate selbst aus, darunter den Kunststoffscanner sowie Stationen zu „Absorption und Reflexion“. „phaeno ist ein Haus der Bildung. Es verändert sich immer weiter und das ist wichtig. Es ist eine wertvolle Einrichtung“, betonte Hamburg.
Das neue Forum: Wissenschaft trifft Alltag und Zukunft
Zum 20-jährigen Jubiläum hat das phaeno mit dem „Forum“ einen neuen Erlebnisraum eröffnet, der im Bereich „Planet A“ angesiedelt ist. Auf rund 500 Quadratmetern ist dies nun der größte Themenbereich des Hauses, in dem aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen aufgegriffen werden. „Seit 20 Jahren bietet das Science Center phaeno eine Erlebniswelt, die ihren Kern nie aus den Augen verloren hat und trotzdem immer mit der Zeit gegangen ist. Hier können Kinder, Jugendliche und Erwachsene neugierig experimentieren und gleichzeitig Themen entdecken, die uns heute bewegen“, sagte Hamburg. Mit dem Forum Kunststoff greife das phaeno ein Thema auf, das den Alltag prägt und zentrale Zukunftsfragen berührt. Die Ausstellung zeige verständlich Chancen und Probleme von Kunststoffen, die Bedeutung von gutem Recycling sowie die Rolle verantwortungsvollen Handelns.

Das gemeinsam mit der Ostfalia Hochschule entwickelte erste Forumsthema „Kunststoff“ verbindet eine interaktive Ausstellung mit einem Zukunftslabor und dialogischen Aktionsformaten. Besucherinnen und Besucher können sich nicht nur informieren, sondern selbst experimentieren und eigene Lösungsansätze erproben. „phaeno ist ein Ort, an dem man naturwissenschaftliche Phänomene direkt erlebt und ausprobiert. Mit dem Forum schaffen wir zusätzlich Raum für Austausch zu den aktuellen Themen unserer Zeit“, erklärte Kuratorin Alexandra Schautz.
Miniphänomenta bringt Experimente in die Schulen
Neben den Angeboten vor Ort engagiert sich das phaeno auch verstärkt in der Bildungsarbeit außerhalb des Hauses. Mit der „Miniphänomenta“ bringt das Science Center Experimentierstationen direkt in Grundschulen in ganz Niedersachsen. Das Projekt wurde bereits an 40 Schulen umgesetzt. Die Schüler:innen setzen sich dabei eigenständig mit naturwissenschaftlichen Phänomenen auseinander. Nach Abschluss des Projekts verbleiben 20 bis 40 Exponate, die die Schüler:innen, Lehrkräfte und Eltern selbst gebaut haben, dauerhaft an den Schulen und können im Unterricht weiter genutzt werden. „Die Miniphänomenta bietet Kindern schon früh die Möglichkeit, Naturwissenschaft durch eigenes Ausprobieren zu begreifen“, so Hamburg.

20 Jahre phaeno: Erneuert und zukunftsorientiert
Im Zuge des Jubiläums hat sich das phaeno umfassend modernisiert. In zwölf Themenbereichen mit rund 50 neuen und 200 überarbeiteten Exponaten lädt das Science Center zum Entdecken ein. Insgesamt stehen rund 300 Phänomene zur Verfügung, die durch zusätzliche Angebote ergänzt werden. „Wir sind ein Haus der Bildung für alle Menschen, das Wissen nicht nur vermittelt, sondern erlebbar macht. Bei uns werden alle selbst aktiv und erleben ihre eigenen Aha-Momente. Damit fördern wir zentrale Zukunftskompetenzen wie Bildung und Teilhabe“, sagte Geschäftsführerin Jana Handrick.
Auch der Landtagsabgeordnete Christian Schroeder, der das phaeno schon oft mit der Familie besucht hat, hob die Bedeutung des phaeno hervor: „Das phaeno ist ein großartiger Ort für Familien. Es entwickelt sich stetig weiter – deshalb kommen wir immer wieder gerne hierher. So bleiben nicht nur die Kinder, sondern auch wir neugierig.“
