
Individuelle Stabilisierung und Begleitung für
junge Menschen mit Unterstützungsbedarf
Die Stadt Wolfsburg will mehr jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben ermöglichen. Gemeinsam mit den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt soll die Zusammenarbeit mit dem Regionalverbund für Ausbildung e.V. (RVA) weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, zusätzliche Ausbildungsplätze für junge Menschen zu schaffen, die beim Übergang von der Schule in den Beruf mehr Unterstützung brauchen.
Der Rat der Stadt Wolfsburg entscheidet im Juni über eine neue Kooperations- und Zuwendungsvereinbarung. Geplant ist, ab dem 1. August 2027 jedes Jahr 28 zusätzliche Ausbildungsplätze zu fördern. Die Vereinbarung läuft zunächst bis Juli 2030.
„Wenn junge Menschen keinen Weg in Ausbildung und Arbeit finden, hat das Auswirkungen auf unsere ganze Stadt. Ausbildung bedeutet Zukunft, Sicherheit und die Chance, auf eigenen Beinen zu stehen. Gleichzeitig brauchen wir in vielen Bereichen dringend Fachkräfte. Deshalb ist es wichtig, dass wir diejenigen unterstützen, die auf ihrem Weg ins Berufsleben mehr Begleitung brauchen. Davon profitieren am Ende die jungen Menschen selbst, unsere Unternehmen und Wolfsburg insgesamt“, betont Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Unterstützung für den Weg in den Beruf
Die Förderung richtet sich an junge Menschen mit sozialen, schulischen oder persönlichen Schwierigkeiten, die ohne zusätzliche Begleitung nur schwer einen Ausbildungsplatz finden würden. Der RVA unterstützt diese Zielgruppe bereits seit vielen Jahren mit individuell begleiteten Ausbildungsangeboten.
Neu ist vor allem die gemeinsame Struktur der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kommunen. So sollen die verschiedenen Unterstützungsangebote besser miteinander abgestimmt und Fördermittel gezielt eingesetzt werden.
„Mit der Vereinbarung schaffen wir eine gemeinsame und verbindliche Grundlage für die Förderung zusätzlicher Ausbildungsplätze in der Region. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass bestehende Fördermöglichkeiten konsequent geprüft und die beteiligten Institutionen eng zusammenarbeiten“, erklärt Stadträtin Iris Bothe.
Jugendberufsagenturen beraten und begleiten
Eine wichtige Rolle übernehmen dabei die Jugendberufsagenturen. Sie beraten junge Menschen individuell, schätzen den Unterstützungsbedarf ein und empfehlen passende Fördermöglichkeiten. So soll die Unterstützung noch besser auf die jeweilige Situation abgestimmt werden.
Von den jährlich 28 geförderten Ausbildungsplätzen entfallen bis zu sieben auf die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik in Kooperation mit der WBG gGmbH.
„Die neue Vereinbarung sorgt für klare Abläufe und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Entscheidend ist, dass junge Menschen frühzeitig die Unterstützung bekommen, die sie für einen erfolgreichen Start in Ausbildung und Beruf brauchen“, so Christoph Andacht, Geschäftsbereichsleiter Schule der Stadt Wolfsburg.
Mit der neuen Vereinbarung wollen die beteiligten Kommunen jungen Menschen bessere Chancen auf Ausbildung und Arbeit ermöglichen und gleichzeitig einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region leisten.
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