
Marc Secara & Orchester: „Strangers in the night
– The World Hits of Bert Kaempfert“
Musikalische Hommage an eine Ikone der Unterhaltungsmusik
19:30 – 21:30, Uhr,Großer Saal
Der Berliner Jazz-Crooner Marc Secara und sein erstklassiges Berliner-All-Stars-Orchester präsentieren in ihrer musikalischen Hommage ein Konzertprogramm, das die zeitlosen Melodien dieser Musiklegende im Originalsound und fantastischen, aktuellen Neubearbeitungen auf die Bühne bringt: in raffiniert modernen Arrangements, die den Geist der Originale bewahren und zugleich neue Akzente setzen. Im Jahr 2023 wäre Bert Kaempfert 100 Jahre alt geworden. Grund genug für Marc Secara für eine Neuauflage und Weiterentwicklung seines Kaempfert-Programms mit den Welt-Hits eines Komponisten, dessen Songs jeder kennt und der selbst doch immer im Hintergrund blieb.
Der Hamburger Komponist Bert Kaempfert komponierte Welthits wie „Spanish Eyes“, „L.O.V.E.“, „Swinging Safari“ uvm. Er entdeckte die Beatles, feierte weltweite Nummer 1-Hits und komponierte u. a. für Frank Sinatra, Elvis, Al Martino, Ella Fitzgerald, Dean Martin, Sammy Davis Jr. oder Nat King Cole. Er verkaufte bis heute ca. 150 Millionen Tonträger. 1993 wurde er posthum als erster Deutscher in die „Songwriters’ Hall of Fame“ (USA) aufgenommen. Kaempfert schrieb Musikgeschichte, seine Kompositionen und sein „Easy-Listening-Sound“ sind bis heute fester Bestandteil der internationalen Musikszene.

NDR Radiophilharmonie Hannover und Matthias Goerne sowie Andrew Staples: „Trinklied“
Freitag 05.06.2026, 20:00 Uhr,Großer Saal
Die Literatur Haydn-Sinfonien betreffend ist wohl nirgends so umfangreich wie bei vorliegender fis-Moll-Sinfonie von 1772. Allerlei Anekdoten ranken sich um das Werk, die vermutlich auf Haydns ersten Biographen zurückgehen, Georg August Griesinger. Dieser beschreibt das Ende der Sinfonie, wenn ein Musiker nach dem anderen nach Beendigung seines Parts die Kerze löscht und die Bühne verlässt. Mit dem Verlassen der herkömmlichen Form ging Haydn in dieser Sinfonie weit über das gewöhnliche hinaus.
Mahlers „Das Lied von der Erde“ ist ein vertonter Zyklus auf der Basis von sechs Gedichten, Nachschöpfungen chinesischer Lyrik des Dichters Hans Bethge. Fernöstliche Lyrik und Dramatik waren damals in Mode, häufig sind es Übersetzungen von Übersetzungen, Chinoiserien aus zweiter und dritter Hand. Mahler fühlt sich durch die Ambivalenz der Stimmungen angesprochen, depressiv-melancholische Farben wechseln ohne Vorwarnung mit scheinbar lebensbejahender Fröhlichkeit ab – das letzte Bekenntnis eines vom Tode Berührten.
Programm:
Joseph Haydn: Sinfonie fis-Moll „Abschiedssinfonie“ Nr.45 Hob I/45
Gustav Mahler: Sinfonischer Liederzyklus „Das Lied von der Erde”; Sinfonie für eine Tenor- und eine
Alt- (oder Bariton-) Stimme und Orchester
Solisten: Matthias Goerne, Bariton und Andrew Staples, Tenor
Musikalische Leitung: Stanislav Kochanovsky
Konzerteinführung: 19:15 Uhr, Großer Saal (Christian Edelmann, Cellist)
NDR Radiophilharmonie Hannover

Die Herzogin von Chicago
Operette von Emmerich Kálmán; Text von Julius Brammer und Alfred Grünwald
19:30 – 22:00 Uhr, Großer Saal
Prinz Sandor von Sylvarien musste sein Schloss verkaufen, um ein wenig Geld in die Staatskasse zu spülen. Neue Besitzerin ist die Amerikanerin Mary, die die Immobilie nach amerikanischem Geschmack eingerichtet hat und dem Jazz frönt. Sandor kontert mit abendländischer Walzerseligkeit. Beim musikalischen Wettstreit kommen Mary und Sandor sich näher. Zum beiderseitigen Gewinn beschließen der Minister von Sylvarien und die Manager von Marys Vater, die Ehe der beiden zu arrangieren. Hier aber kommt es zu diversen unerwarteten Komplikationen.
1928 im Theater an der Wien mit großem Erfolg uraufgeführt, verschwand „Die Herzogin von Chicago“ bald als „entartete“ Kunst von den Spielplänen. Sowohl Kálmán als auch seine Librettisten Brammer und Grünwald waren Juden, und die Musik ist gespickt mit Charleston- und Slowfox-Rhythmen. Erst seit seiner Wiederentdeckung im Jahr 2003 wurde das Werk u. a. in Dresden, Wien und Bonn gespielt und begeistert das Publikum seitdem mit seinem reizvollen Mix aus Csardas und Jazz.
Landestheater Detmold
