Donnerstag, Juni 11Nachrichten rund um Wolfsburg
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Sein Blick prägte Wolfsburg

Ausstellungseröffnung „ZEITRAUM: 120 Jahre Heinrich Heidersberger 

– Archiv. Identität. Zukunft.“

Anlässlich des 120. Geburtstages von Heinrich Heidersberger widmet die Städtische Galerie im Schloss Wolfsburg in enger Kooperation mit dem Institut Heidersberger dem Fotografen eine umfassende Ausstellung. Vom 14. Juni bis zum 6. September werden zentrale Werkgruppen des Künstlers in Dein.Raum im Schloss Wolfsburg präsentiert. Zur Eröffnung der Ausstellung ZEITRAUM: 120 Jahre Heinrich Heidersberger – Archiv. Identität. Zukunft. am 14. Juni um 11:00 Uhr im Schloss Wolfsburg sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

„Heinrich Heidersberger zählt zu den prägenden fotografischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts“, erklärt Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Seine Fotografien und experimentellen Arbeiten sind ein wertvoller Teil unseres kulturellen Erbes. Mit seinen Aufnahmen hat er nicht nur den Wandel Wolfsburgs über Jahrzehnte hinweg festgehalten, sondern zugleich ein Werk geschaffen, das dokumentarische Bedeutung und künstlerische Innovation auf besondere Weise verbindet.“

„Heinrich Heidersbergers Fotografien haben die Wahrnehmung unserer Stadt und ihrer Geschichte entscheidend geprägt und tun es heute noch“, erklärt Kulturdezernent Kai-Uwe Hirschheide. „Sei es der Blick vom Sprungturm auf das gut besuchte VW-Bad, die Porschestraße oder die ikonische Aufnahme des Volkswagen Kraftwerks – fast jeder Wolfsburger und jede Wolfsburgerin wird diese Fotos kennen. Daher freue ich mich ganz besonders, dass es anlässlich seines 120. Geburtstages die Gelegenheit gibt, Heidersbergers Werk und Wirken in einer umfassenden Ausstellung zu betrachten.“

ZEITRAUM zeigt Heidersbergers Arbeiten als Dokumentation, als künstlerisches Experiment und als „lebendiges Archiv“. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Heidersbergers ikonische Wolfsburg-Fotografien, seine architekturbezogenen Bildserien sowie seine experimentellen Lichtgrafiken und Rhythmogramme. Die Ausstellung versteht sich als Bestandsaufnahme und gleichzeitig als offener Prozess der Aufarbeitung seines künstlerischen Nachlasses – sie zeigt nicht nur Fotografien, sondern macht auch ihre Geschichten, Hintergründe und Entstehungszusammenhänge sichtbar.

Die Ausstellung zeigt Heinrich Heidersberger als präzisen Chronisten des industriellen und gesellschaftlichen Aufbruchs ebenso wie als visionären Künstler, der mit fotografischen Mitteln neue Formen der Wahrnehmung entwickelte und die fotografische Moderne entscheidend mitprägte.

Mitmach-Angebote in der Ausstellung laden alle Besuchenden ein, sich in den Fotos wiederzuerkennen: Großformatige Fototapeten, digitale Story-Zugänge über QR-Codes und persönliche Erinnerungen erweitern den historischen Blick um gegenwärtige Perspektiven.

Foto: oh/adobe stock