
Stadt, Landkreise und Regionalverbund sichern zusätzliche Ausbildungsplätze
für junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf
Die Stadt Wolfsburg, der Landkreis Gifhorn, der Landkreis Helmstedt und der Regionalverbund für Ausbildung e. V. setzen ihre langjährige Zusammenarbeit fort: Ein neuer Zuwendungsvertrag schafft zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze für junge Menschen, die aufgrund sozialer, schulischer oder persönlicher Vermittlungshemmnisse besondere Unterstützung beim Start ins Berufsleben benötigen. Die geförderten Plätze ergänzen den regulären Ausbildungsmarkt und ersetzen keine bestehenden betrieblichen Ausbildungsplätze.
Den Vertrag unterzeichneten für die Stadt Wolfsburg Oberbürgermeister Dennis Weilmann und für den Regionalverbund für Ausbildung e. V. dessen Vorsitzende, Stadträtin Iris Bothe. Für die Landkreise tragen ihn Landrat Philipp Raulfs (Gifhorn) und Landrat Gerhard Radeck (Helmstedt) mit.
„Eine Ausbildung eröffnet jungen Menschen Perspektiven, stärkt ihre Selbstständigkeit und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Mit dieser gemeinsamen Förderung geben wir Jugendlichen eine echte Chance, die auf dem regulären Ausbildungsmarkt bislang nur schwer Fuß fassen konnten. Gleichzeitig investieren wir in die Fachkräfte von morgen.“
Der Vertrag tritt am 1. August 2027 in Kraft und läuft zunächst über drei Jahre bis zum 31. Juli 2030. In diesem Zeitraum werden drei Ausbildungsjahrgänge begleitet; der letzte geförderte Jahrgang soll spätestens im Februar 2033 abgeschlossen sein. Pro Förderjahr stehen in der gesamten Region bis zu 48 zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung – 28 in der Stadt Wolfsburg sowie jeweils zehn in den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt. Gefördert werden ausschließlich tatsächlich besetzte Plätze. Die monatliche Förderung je Platz beträgt nach der Vertragsanlage rund 1.138,49 Euro im Jahr 2027, 1.191,36 Euro im Jahr 2028 und 1.246,90 Euro im Jahr 2029.
Als Stadträtin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales und zugleich Vorsitzende des Regionalverbundes für Ausbildung e. V. verbindet Iris Bothe die kommunale Verantwortung mit der operativen Trägerschaft des Angebots. „Manche junge Menschen benötigen mehr Zeit, Begleitung und individuelle Unterstützung, um ihre Stärken im Berufsleben zeigen zu können – genau hier setzt das Angebot an“, erklärt Bothe. „Als Stadträtin weiß ich, wie entscheidend gelingende Übergänge von der Schule in den Beruf für unsere jungen Menschen und für die Region sind. Als Vorsitzende des Regionalverbundes erlebe ich unmittelbar, dass es die verlässliche, mehrjährige Begleitung ist, die über Erfolg oder Abbruch entscheidet. Mein ausdrücklicher Dank gilt den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt: Dass wir gemeinsam über die Kommunalgrenzen hinweg Verantwortung übernehmen, ist die Grundlage dafür, dass wir jungen Menschen mit erschwerten Startbedingungen eine echte berufliche Zukunft eröffnen können.“
Die fachliche Steuerung übernimmt eine gemeinsame Abstimmungsrunde mit Ansprechpersonen der drei kommunalen Zuwendungsgeber und der Geschäftsführung des Regionalverbundes. Sie befasst sich unter anderem mit der Belegung der Ausbildungsplätze, der Zielgruppenerreichung und der qualitativen Weiterentwicklung des Angebots. Der Regionalverbund berichtet jährlich über Zahl und Besetzung der Plätze, Ausbildungsabbrüche sowie Übergänge in Beschäftigung oder weiterführende Qualifizierungen.
Mit der Vereinbarung schaffen die beteiligten Kommunen und der Regionalverbund eine verlässliche Grundlage, um jungen Menschen mit erschwerten Startbedingungen langfristige berufliche Perspektiven zu eröffnen.
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