Im Rahmen der Reihe "Achtung modern - Architektur zwischen 1960 und 1980" lädt die AG Denkmalpflege am  12. Juni einem  Architekturspaziergang ein.

Viel weiß und klare Formen bestimmen die Teppichsiedlung Tiergartenbreite.

 

In den 1960er und 1970er Jahren sind im Braunschweiger Land zahlreiche bemerkenswerte Bauwerke und Ensembles entstanden.

In Wolfsburg zählt dazu neben den Architekturikonen von Hans Scharoun und Alvar Aalto vor allem auch der Wohnungsbau. Ein besonderes, bisher wenig beachtetes Beispiel ist die Teppichsiedlung Tiergartenbreite.
Im Rahmen der Reihe „Achtung modern – Architektur zwischen 1960 und 1980“ lädt die Arbeitsgemeinschaft (AG) Denkmalpflege der Braunschweigischen Landschaft am Mittwoch, 12. Juni, um 17 Uhr zu einem moderierten Architekturspaziergang durch das Quartier mit Nicole Froberg, Stadt Wolfsburg, und Dr. Ulrich Knufinke, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege ein. Als Zeitzeugen, die in der Siedlung aufgewachsen sind, werden Leopold Wolf-Doettinchem und Benjamin Heidersberger, Sohn des Architekturfotografen Heinrich Heidersberger, den Rundgang begleiten.
Die Siedlung wurde 1961/1962 vom Wolfsburger Architekten Dr. Rudolf Richard Gerdes geplant. Am nördlichen Ende der Schulenburgallee entstand ein verdichtetes, verkehrsberuhigtes Quartier mit rund 50 Reihenhäusern, die als Kaufeigenheime errichtet wurden. Bauherr war die Neuland Wohnungsgesellschaft. Vier verschiedene Haustypen mit Flach- beziehungsweise Pultdächern wurden in Reihen mit maximal sieben Häusern angeordnet.
Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich! Treffpunkt ist der Parkanger in der Nähe der Schulenburgallee 98/100.
Die Architekturführungen der Braunschweigischen Landschaft finden im Rahmen der Sonderausstellung „Brutal modern. Bauen und Leben in den 60ern und 70ern“ statt, die das Braunschweigische Landesmuseum noch bis zum 7. Juli zeigt. Die Ausstellung basiert auf dem von der AG Denkmalpflege der Braunschweigischen Landschaft initiierten Projekt „Achtung modern! Architektur zwischen 1960 und 1980“ und wurde in Kooperation mit der Braunschweigischen Landschaft, dem Forum Architektur Wolfsburg, dem Netzwerk Braunschweiger Schule und dem Institut für Baugeschichte der Technischen Universität (TU) Braunschweig erarbeitet.
Im Mittelpunkt stehen die Bauten der Moderne, die das Bild unserer Städte bis heute prägen und selbstverständlicher Teil des Alltags geworden sind. Rund ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung sind sie jedoch in die Jahre gekommen, und an vielen Orten stellen sich ganz aktuell die Fragen nach Erhaltung, Umnutzung oder Abriss, nach Wertschätzung und Denkmalwert.
Mit einem diskursiv angelegten Begleitprogramm – so auch mit den Rundgängen der Reihe „Achtung modern!“ – soll ein Forum für den Dialog zwischen Öffentlichkeit, Nutzern, Architekten und Denkmalpflegern entstehen, um die Bedeutung und die Zukunftsfähigkeit der Architektur der 1960er und 1970er Jahre neu zu bewerten.
Foto: oh/Stadt Wolfsburg/Lars Landmann
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