Die Selbstverantwortung der Beschäftigten wird motivierend wirken, glauben beispielsweise die Verantwortlichen beim Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick.

An einem Beispiel wird deutlich, was Mobil Office für die Arbeitswelt bedeutet

Homeoffice und Homeschooling: Die Corona-Pandemie hat die Arbeits- und Lebenswelt von Millionen Menschen auf den Kopf gestellt. Die Pandemie wird gehen – aber welche Änderungen im beruflichen Alltag werden bleiben und zur Normalität werden?

Homeoffice: Win-win-Situation für Unternehmen und Beschäftigte

Antwort Nr. 1 aus Sicht der Firmen: Die weitaus meisten Unternehmen haben ihre Skepsis gegenüber dem Homeoffice aufgegeben. Sie konnten feststellen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Hause mindestens so effizient arbeiten wie im Firmenbüro. Antwort Nr. 2 aus Sicht der Beschäftigten: Wer neben dem Homeoffice auch noch Homeschooling mit Kindern machen musste, empfand dies oft als belastend. Sollte das Lernen zu Hause wieder entfallen, werden die meisten Menschen zu schätzen wissen, dass Homeoffice einen wesentlichen Beitrag zur viel beschworenen Work-Life-Balance leisten kann. Noch einen Schritt weiter als das Homeoffice geht das Konzept des Mobil Office. Was bedeutet es und wie kann es die Arbeitswelt verändern?

Jedes Team kann nach dem Mehrheitsprinzip bis zu zwei gemeinsame Bürotage pro Woche vereinbaren.

Mobil Office: Noch mehr Flexibilität für unterschiedliche Lebensentwürfe

Ein Beispiel für dieses Modell ist der Ökostromanbieter LichtBlick. Das Hamburger Unternehmen setzt bei seinen 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf volle Flexibilität. Ob zu Hause, bei Eltern oder Freunden, im Café oder an einem anderen Ort – die Beschäftigten können überall arbeiten. Das schafft Raum für eine Vielfalt an Lebensentwürfen. Nur bei den wenigen Jobs, die zwingend eine Anwesenheit in der Firma erfordern, gibt es Ausnahmen. “Wir setzen ganz auf die Selbstverantwortung unserer Beschäftigten und glauben, dass diese Selbstverantwortung motiviert”, erklärt Geschäftsführer Constantin Eis. Zudem könne jedes der rund 60 Teams nach dem Mehrheitsprinzip bis zu zwei gemeinsame Bürotage pro Woche vereinbaren. “Das heißt im Gegenzug natürlich auch, dass wir diese Büroarbeitsplätze weiter zur Verfügung stellen werden”, so Eis.

Positive Rückmeldung der Belegschaft

Das Unternehmen hatte schon vor der Pandemie und dann verstärkt im Lockdown positive Erfahrungen mit dem Homeoffice gemacht. Die digitale Zusammenarbeit funktionierte gut, nun folgt mit der kompletten Flexibilisierung der nächste Schritt. In einer internen Umfrage aus dem Jahr 2020 bewerteten fast 90 Prozent der Beschäftigten ihre Erfahrungen im Homeoffice positiv. Und eine deutliche Mehrheit sprach sich für eine umfassende Mobile-Office-Lösung aus. Ein wichtiger Grund: Die Beschäftigten pendelten vorher im Schnitt 90 Minuten täglich in die Zentrale. Mobile Office bedeutet weniger Berufsverkehr – damit reduziert das Unternehmen auch seinen CO2-Fußabdruck und schont das Klima. (djd)

Fotos: djd/LichtBlick SE

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