Im Garten des Familienzentrums Martin-Luther fand am Mittwochnachmittag, 29. September 2021, die Auftaktveranstaltung zum Jubiläumsjahr "10 Jahre Familienzentren in Wolfsburg" statt. 

Die Kinder des Familienzentrums beim Singen auf der Bühne.

Im Garten des Familienzentrums Martin-Luther fand am Mittwochnachmittag, 29. September 2021, die Auftaktveranstaltung zum Jubiläumsjahr “10 Jahre Familienzentren in Wolfsburg” statt. 

Seit zehn Jahren fördert die Stadt Wolfsburg die Entwicklung von Kitas zu Familienzentren. Zusätzlich zum pädagogischen Kita-Personal wird in jedem Familienzentrum eine 50-Prozent-Stelle für eine*n Koordinator*in sowie Sachmittel mit 40.000 Euro pro Kita-Jahr gefördert. Die angestellten Koordinator*innen sind direkt vor Ort Ansprechpersonen für Familien und Netzwerkpartner*innen und organisieren alle Aktivitäten eines Familienzentrums, die über das Angebot einer Kita hinausgehen. Fast 90 geladene Gäste aus Familienzentren, der Wolfsburger Stadtverwaltung, Trägervertretungen und oft langjährigen Wegbegleiter*innen wie der Heinz-und-Heide-Dürr-Stiftung aus Berlin, waren dabei, um diesen Meilenstein zu würdigen und miteinander zu feiern. So sorgten zum Beginn Kinder aus dem Familienzentrum mit einem Lied unter der Leitung der städtischen Musikschule für Stimmung. In vier kurzen Videoclips wurde anschließend den Anwesenden ein direkter Einblick in die Arbeit der Familienzentren gegeben.  

Miteinander und Stärkung von Familien In den Grußworten wurde insbesondere ein Blick auf die Ziele der Arbeit geworfen: Oberbürgermeister Klaus Mohrs hatte sich an seinem vorletzten Tag im Amt Zeit genommen und würdigte die Familienzentren als Orte mit starkem Bezug in ihren Stadtteilen. Er bekräftigt: “Familienzentren bilden ein Netz von Angeboten für Familien, das sich quer durch die Stadt zieht und zum Miteinander unterschiedlichster Bürger*innen beiträgt.”  Der stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Frank Roth hob die Bedeutung der damaligen bildungspolitischen Entscheidung hervor. “Familienzentren sind  im Sinne von Chancengerechtigkeit und Armutsbekämpfung  Orte zur Stärkung von Familien. Sie  tragen dazu bei, dass Eltern ihre Kinder in einem sich wandelnden Lebensumfeld gut begleiten können”, betont Frank Roth.  Aus pädagogischer Sicht blickten die pädagogische Geschäftsführerin der evangelischen Kitas und die Vorstandsvorsitzende der Heinz-und-Heide-Dürr-Stiftung, Berlin, auf die Entwicklungen zurück. “Der Early-Excellence-Ansatz fokussiert mit seinem positiven Blick auf Kinder und Familien die jeweiligen Stärken und fördert dadurch intensiv die individuellen Bildungsprozesse”, führen Kerstin Heidbrock und Isa Baumgarten aus. Die Heinz-und-Heide-Dürr-Stiftung fördert daher von Beginn an auch in Wolfsburg die Entwicklung von Kitas zu Familienzentren durch Vernetzungs- und Fortbildungsangebote, aber auch die Förderung von Einzelprojekten, wie z.B. der Videoclips, über die Familienzentren.

Den zweiten Teil der Veranstaltung bildeten lebhafte Austauschrunden an Tischen der einzelnen Familienzentren. Hier wurden sowohl ein kleiner Imbiss als auch ein bunter Strauß an Informationen und Einblicken in die Aktivitäten der einzelnen Familienzentren geboten. Den kulturellen Rahmen bildete das Fool-Tool Theater aus Braunschweig, das immer wieder mit improvisierten Einlagen humorvolle und nicht immer ganz ernst gemeinte Blicke auf das Thema warf.  Im Laufe des nächsten Kita-Jahres sind noch weitere Veranstaltungen geplant: Zum Jahreswechsel beginnt eine Reihe mit Vorträgen für pädagogische Fachkräfte zu verschiedenen Themen rund um Familienzentrumsarbeit. Im April/Mai 2022 sind alle Familien zu Stadtteilrallyes eingeladen und im Juni 2022 werden sich alle Familienzentren mit Aktionen in ihren Stadtteilen präsentieren. Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Die Termine werden in den Familienzentren und auf der Homepage der Stadt Wolfsburg veröffentlicht. 

Die Idee dahinter Die Idee der Familienzentren wurde bereits 2007 durch die heutige pädagogische Geschäftsführung des evangelischen Kirchenkreises, Kerstin Heidbrock, nach Wolfsburg getragen. Mit dem Paulus-Kinder- und Familienzentrum wurde damals ein Modellprojekt mit einer Drittelfinanzierung (Kirche, Stiftung, Stadt Wolfsburg) aus der Taufe gehoben, das auf ganzer Linie überzeugte und in der Folge 2011 zum politischen Beschluss zur Förderung von Familienzentren in der Stadt Wolfsburg führte. Inzwischen gibt es elf Familienzentren in unterschiedlicher Trägerschaft über das ganze Stadtgebiet verteilt. Sie laden Menschen in ihren Stadtteilen zu Begegnungen ein, sei es zu Spielplatztreffs, Frühstück oder kreativen und sportlichen Angeboten. Darüber hinaus werden bei Bedarf Beratungsangebote ins Haus geholt oder in entsprechende Stellen vermittelt. Von dieser Art der Zusammenarbeit profitieren Familien im ganzen Stadtgebiet. Stadträtin Iris Bothe, ebenfalls eine der Frauen der ersten Stunde, beschreibt es so: “Sprichwörtlich braucht es ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen. Familienzentren setzen dieses mit ihrem Angebot um und bilden in ihren Stadtteilen Anziehungspunkte für Familien, die oft in direkter Nachbarschaft gut zu erreichen sind.” 

Foto: oh/Stadt Wolfsburg

Tags: ,

Ähnliche Artikel

Keine Ähnliche Artikel

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scharoun Theater Wolfsburg

Bestattungen

Tierwelt Königslutter