Die Sonderausstellung "CONFRONTIER. Mauern 1989 – 2019" endet am 1. März um 15 Uhr mit einem letzten Besichtigungsrundgang.

Die Sonderausstellung „CONFRONTIER. Mauern 1989 – 2019“ im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K endet am Sonntag, 1. März um 15 Uhr mit einem letzten Besichtigungsrundgang.

Dabei sein wird Kai Wiedenhöfer, der in seinen großformatigen Bildern „Grenzmauern“ aus verschiedenen Baumaterialien weltweit dokumentiert. Der Fotograf und zweifache Gewinner des World Press Photo Awards spricht über seine Motivation und Motivauswahl, die Arbeitsbedingungen beispielsweise in Bagdad, ästhetische Komponenten und seine internationalen Ausstellungsprojekte. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, im Gespräch ihre Fragen zu stellen und über eigene Erfahrungen und Positionen zu berichten. Ein weiteres Highlight bei dieser Finissage bilden zwei Fotografien von den Grenzen in Nordirland und im französischen Calais, die erstmals in der Ausstellung im Schloss Fallersleben gezeigt werden. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K erinnert mit dieser Sonderausstellung seit November vergangenen Jahres einerseits an den Mauerfall vor 30 Jahren und richtet andererseits den Blick bis in die Gegenwart: „Die Mauer muss  weg!“, das forderten die demonstrierenden DDR-Bürger im Herbst ’89. Heute, 30 Jahre später, sichern rund 70 Staaten ihre Grenzen mittels Sperrwälle. Die Hälfte dieser Absperrungen entstand im noch jungen 21. Jahrhundert. Diese Entwicklung dokumentiert der aus Schwenningen stammende und seit vielen Jahren in Berlin lebende Fotograf Kai Wiedenhöfer. Als die Mauer fiel, studierte er das Fach Fotojournalismus an der Essener Folkwangschule. Die historischen Ereignisse in Berlin führten ihn damals spontan in die geteilte Stadt und prägen ihn bis heute. Seit den 2010er Jahren fotografiert er immer wieder Grenz-Mauern, ob  in der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea, zwischen den USA und Mexiko, an den europäischen Außengrenzen wie im spanischen Ceuta und Melilla an der nordafrikanischen Küste oder mitten in der Europa, so auf Zypern oder die sogenannten Peace-Lines in Belfast. Kai Wiedenhöfer möchte zeigen, dass Mauern keine Lösung für politische und wirtschaftliche Probleme bieten: „Hinter Grenzmauern gedeihen Feindbilder und Klischees ohne Bezug zur Realität. Wenn jede Kommunikation abbricht, wird die Lösung von Konflikten unmöglich. Ich möchte den Konflikt aufzeigen, der Grenzen innewohnt.“ So erklärt sich auch der Titel „CONFRONTIER“ als Mischung aus den Wörtern confrontation/Konfrontation und frontier/Grenze.

Foto:oh/Hoffmann-Museum im M2K/Nicole Flock

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