Mit dem Sieg im DFB-Pokalfinale konnten die Frauen des VfL Wolfsburg nicht nur ihren zweiten Titel der Saison – das Double – sondern auch den vierten DFB-Pokal-Sieg in Folge und damit den fünften insgesamt feiern. Eine beeindruckende Leistung der Mannschaft von VfL-Chefcoach Stephan Lerch. Auf der Jagd zum Triple treffen die Wölfinnen nun am Donnerstag, 24. Mai, im Women`s Champions League-Finale auf Olympique Lyon. Die Übermannschaft aus Frankreich kann die Königsklasse schon zum dritten Mal in Folge gewinnen. Anstoß ist um 18:00 in Kiew.

Nach dem kräftezehrenden Elfmeter-Krimi im Pokal-Endspiel gegen Bayern München am Samstag (3:2 i.E.) lag der Fokus des Double-Siegers bei der Triple-Jagd seither vor allem auf der Regeneration. VfL-Coach Lerch zeigt sich optimistisch: „Es ist ein Finalspiel, da geht auch viel über den Kopf, da kann man auch mal über eine Grenze hinausgehen.“ Die Grün-Weißen haben sich mit dem kompletten Kader auf die Reise in die Ukraine gemacht – auch Alexandra Popp ist mit an Bord, die gegen Bayern noch aussetzen musste (Muskelverletzung im Oberschenkel). „Sie konnte wieder mit der Mannschaft trainieren. Insofern sieht das gut aus. Die Chance ist durchaus da, dass sie am Donnerstag spielt“, äußerte sich Trainer Stephan Lerch zum Mitwirken einer seiner wichtigsten Spielerinnen vor dem Endspiel in Kiew. Auf dem Platz gelte es dann, die geballte Offensivkraft des französischen Serienmeisters um DFB-Kapitänin Dzsenifer Marozsan in Schach zu halten. Wolfsburg und Lyon standen sich bereits zweimal im Endspiel der Königsklasse gegenüber. 2013 in London gewann der VfL (1:0) und feierte erstmals das Triple, 2016 in Reggio Emilia setzte sich der französische Serienmeister im Elfmeterschießen durch. In der vergangenen Saison scheiterte Wolfsburg im Viertelfinale an Lyon, konnte das Rückspiel in Frankreich allerdings mit 1:0 gewinnen.

Olympiques Frauen-Team ist das Maß aller Dinge. Seit 2007 geht die Meisterschaft in Frankreich nach Lyon, das Team holte zwölf Titel in Serie. Zudem konnte es vier Mal die Champions League gewinnen. In der Meisterschaft lief in dieser Saison alles nach Plan. Den ersten Schönheitsfleck in der französischen Liga gab es erst beim jüngsten 0:0 beim Tabellen-Zweiten Paris Saint-Germain. Ansonsten blieb das Team von Trainer Gerard Precheur ungeschlagen – bei einem Torverhältnis von 98:5. Im letzten Ligaspiel bei Rodez Aveyron wird Olympique wohl wieder die 100-Tore-Marke knacken. Acht Punkte liegt Lyon zurzeit vor dem Team aus der Hauptstadt. Am 31. Mai treffen beide Klubs noch im Pokalfinale aufeinander, und wenn alles nach Plan läuft, bejubelt Olympique dann das Triple. Olympique – das ist ein Ensemble, das vor Qualität nur so strotzt und vor allem auch in der Breite exzellent besetzt ist. Unter anderem mit DFB-Spielführerin Dzsenifer Marozsan. „Ich bin beim besten Verein der Welt mit den besten Spielerinnen der Welt. Daher kann ich mich jeden Tag weiterentwickeln“, sagt die Mittelfeldspielerin, die 2016 vom 1. FFC Frankfurt nach Frankreich wechselte.

Ganz aussichtslos sind die Chancen des VfL Wolfsburg im Finale im Valeriy Lobanovskiy-Stadion freilich nicht. Lyon spazierte zwar durch die Zwischenrunde und durchs Achtelfinale, hatte dann aber in der Runde der letzten acht Teams viel Mühe mit dem FC Barcelona (2:1 und 1:0). Im Halbfinale gegen Manchester City (0:0 und 1:0) war es dann noch knapper. „Wir müssen versuchen, in der Defensive sehr kompakt zu stehen und aggressiv in die Zweikämpfe gehen. Das kennt Lyon aus der heimischen Liga so nicht“, gibt Wolfsburgs Trainer Lerch seiner Mannschaft die Marschroute vor. Auch der VfL-Coach kann nach Meisterschaft und Pokalsieg mit seinem Team auch das Triple gewinnen.

Die erfolgshungrigen Wölfinnen wollen sich auf dem Weg zum Triple auch von Olympique Lyon im Champions-League-Finale nicht stoppen lassen. Am Donnerstag (24. Mai) kommt es in Kiew zum Showdown der beiden diesjährigen Triple-Jäger. Ohne Saison-Niederlage und der Bilanz von 98:5 Toren hat Serienmeister Lyon sich in Frankreich jüngst zum zwölften Mal nacheinander den Titel gesichert – und steht zudem im Endspiel des französischen Pokals.

 

Fotos: oh/VfL Wolfsburg

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