Mit geprüften, zugelassenen Materialien und einer fachgerechten Ausführung sind Hausbesitzer bei der Fassadendämmung auf der sicheren Seite.

 

Ist die wärmegedämmte Fassade ein latentes Brandrisiko?

Glaubt man vereinzelten Medienberichten, könnte man zu diesem Schluss kommen. Die Faktenlage sieht jedoch anders aus: Die meisten der jährlich 190.000 Gebäudebrände nehmen im Gebäudeinneren ihren Anfang und nicht an der Fassade.

Laut Frankfurter Feuerwehr gab es von 2011 bis 2013 bundesweit nur 45 Brandereignisse im Zusammenhang mit einem Wärmedämm-Verbundsystem mit Styropor. Das ist ein Anteil von unter 0,008 Prozent. „Bevor Dämmsysteme zum Einsatz kommen, müssen sie strenge Brandschutzanforderungen erfüllen“, erklärt Fachjournalist Martin Schmidt vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Das in Deutschland gängigste Dämmmaterial Styropor wird durch ein Flammschutzmittel schwer entflammbar gemacht.

Vor ihrer Zulassung werden in Deutschland hergestellte Styroporplatten, die in Dämmsystemen zum Einsatz kommen, im Labor und durch unabhängige Tests geprüft und erfüllen die Brandschutzanforderungen. Styropor hält als Fassadendämmstoff in allen realistischen Brandprüfungen – auch in unverputztem Zustand – Zündquellen wie Zigaretten, Schweißfunken oder Feuerwerkskörpern stand. „Mit geprüften, zugelassenen Materialien und einer fachgerechten Ausführung sind Hausbesitzer bei der Fassadendämmung auf der sicheren Seite“, unterstreicht Dr. Hartmut Schönell, geschäftsführender Vorstand des Industrieverbands Hartschaum (IVH). Vorurteile rund ums Thema Wärmedämmung gibt es viele. Ein Blick auf die Tatsachen widerlegt diese jedoch rasch.

Dies gilt gerade auch für vermeintliche Brandrisiken. In einem Positionspapier zu häufigen „Dämm-Mythen“ stellt etwa die Deutsche Umwelthilfe fest: „Die Verwendung zugelassener Materialien und der sachgerechte Einbau der Wärmedämmung sind wichtige Elemente zum Brandschutz und tragen zur Feuersicherheit bei.“ Mehr Antworten auf die wichtigsten Fragen von Hauseigentümern rund um die Themen Wärmedämmung und Brandschutz hat die Ratgeberzentrale unter www.rgz24.de/brandschutz zusammengetragen.

Gut zu wissen für alle, die einen Neubau planen oder ihren Altbau energetisch sanieren möchten: Viele Vorgaben, die jeder Fachbetrieb kennt, regeln bis ins Detail die Brandsicherheit. So sind etwa bei Gebäuden ab sieben Metern Höhe Brandsperren für Wärmedämm-Verbundsysteme mit Styropor vorgeschrieben. Sie verringern bei Bränden im Inneren des Gebäudes das Risiko, dass sich die Flammen schnell nach oben über die Fassade ausbreiten. (djd)

Fotos: djd/IVH Industrieverband Hartschaum e.V.

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