Der Förderverein des Stadtmuseums hat jetzt insgesamt 17 farbige Wolfsburg-Ansichten des Künstlers Günter Bieling an das Stadtmuseum übergeben.

Über die Neuzugänge in der Museumssammlung freuen sich (von links) Reinhard Brandes-Wanger (Vorsitzender des Förderverein Stadtmuseum), Ausstellungkurator Dr. Arne Steinert, Dr. Bettina Greffrath, Klaus Poppe (beide Förderverein Stadtmuseum) und Museumleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm.

Förderverein schenkt Stadtmuseum insgesamt 17 Bieling-Ansichten

Der Förderverein des Stadtmuseums hat jetzt insgesamt 17 farbige Wolfsburg-Ansichten des Künstlers Günter Bieling an das Stadtmuseum übergeben. Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm freute sich über die Neuzugänge für die Sammlung. Dabei stand das Glück Pate bei der Suche nach bislang unerreichbar scheinenden Stücken für die Sammlung: Kurator Dr. Arne Steinert vom Stadtmuseum entdeckte bei einer routinemäßigen Sichtung auf einer Online-Auktionsplattform zufällig acht zum Verkauf stehende Bilder des hannoverschen Malers (1921 bis 2008). Sie zeigten allesamt Motive aus der Zeit des Wolfsburger Stadtaufbaus.

Wegen der hohen stadtgeschichtlichen Aussagekraft der farbigen Blätter wurde im Vorstand des Vereins zur Förderung des Stadtmuseums Schloss Wolfsburg (FSW) sofort der Beschluss gefasst, die Bilder möglichst zu einem Paketpreis anzukaufen. Die Kontaktaufnahme ergab, dass der Kunsthändler noch über neun weitere Werke Bielings mit Wolfsburg-Bezug verfügte. Nach Sichtung von Fotos war klar, auch diese Bilder sollten für Wolfsburgs Sammlung erworben werden. Das gelang schließlich für insgesamt 2.500 Euro.

Günter Bieling war in Wolfsburg kein Unbekannter und seine Motive in dieser Stadt im Aufbau waren nicht zufällig gewählt. Der Maler hatte immer wieder seine schwer kriegszerstörte Heimatstadt auch im Wiederaufbau porträtiert. Deshalb erhielt er neben Hans Kreuzer und Georg Fritz vom Stadtrat und dem kunstbegeisterten damaligen Oberstadtdirektor Dr. Wolfgang Hesse den Auftrag, Wolfsburgs stürmischen Aufbau ins Bild zu setzen. Im Jahr 1959 wurden seine Bilder erstmals unter dem Motto Junge Stadt sieht junge Kunst in der Bürgerhalle des Rathauses ausgestellt.

In 1988 widmete das Städtische Museum im Schloss Wolfsburg den drei genannten Malern eine Ausstellung unter dem Titel Künstler sehen Wolfsburgs Aufbau. Der damalige langjährige Museumsdirektor Dr. Karl-Wilhelm von Wintzingerode charakterisierte Bielings Blick damals zutreffend: „Bielings Bilder tendieren zum Abstrakten, bleiben aber stets gegenständlich.“ Durch seine moderne, eher flächige Malweise würden sie Energie gewinnen und eine sehr spezielle – etwas verfremdete – Sicht vermitteln.
Diese besondere künstlerische Sicht auf Wolfsburgs Aufbauzeit steht nach Übergabe der Bilder durch Mitglieder des Vorstands des Fördervereins FSW an das Stadtmuseum für die Sammlung und sicher auch im Rahmen von Sonderausstellungen zur Verfügung.

 

 
Foto: oh/Stadt Wolfsburg
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