Der 9. November gilt in der deutschen Geschichte der vergangenen 200 Jahre als Schicksalstag.

Christina Dykan Andrés (li.) und Nicole Trnka(re.) sprechen über die Bedeutung des 9. November in der deutschen Geschichte.

Der lange Weg der Deutschen zu Einheit, Freiheit und Demokratie

Der 9. November gilt in der deutschen Geschichte der vergangenen 200 Jahre als Schicksalstag: 1848 markierte die Erschießung des Demokraten und Paulskirchen-Abgeordneten Robert Blum in Wien durch das Militär den Beginn des Endes der Märzrevolution. 1918 wurde in der Novemberrevolution an diesem Tag die erste demokratische Republik in Deutschland ausgerufen. 1923 – der Hitler-Ludendorff-Putsch scheitert. 1938, in der Reichspogromnacht brennen hunderte Synagogen, überfallen SS und SA Geschäfte und verwüsten Wohnungen jüdischer Mitbürger*innen und töten rund 100 Jüd*innen. 1989 wird wahr, wovon Millionen Deutsche im Osten und Westen seit 28 Jahren träumen: Die Berliner Mauer als Symbol der deutschen und europäischen Teilung fällt, in dieser Nacht wird fröhlich-friedlich gefeiert.
 
An diesem 9. November, am kommenden Dienstag um 18.30 Uhr sprechen die Museumsmitarbeiterinnen Christina Dykan Andrés und Nicole Trnka auf einem Rundgang durch das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K über dieses Datum und seine Bedeutung für unsere Geschichte. Dabei wird zugleich der Traum Hoffmanns von Fallersleben von einem einigen Deutschland im 19. Jahrhundert in den Blick genommen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Für die Teilnahme wird um Anmeldung (Telefon 05362-52623 oder E-Mail an hoffmann-museum@stadt.wolfsburg.de) gebeten und ist der Nachweis nach 3G-Regel (vollständig geimpft, genesen oder tagesaktuell negativ getestet) erforderlich.
 
In der Nacht vom 9. auf den 10. November vor 32 Jahren feierten die Deutschen den Fall der Mauer. Dieses Ereignis leitete das Ende der deutschen Teilung ein. Vorausgegangen waren eine Friedliche Revolution aus Protesten und Massendemonstrationen sowie die Flucht Tausender DDR-Bürger*innen in die Bundesrepublik. Symbol und Realität der Teilung und politischen Unfreiheit der Menschen zwischen Suhl und Rostock, Elbe und Oder-Neiße war die Berliner Mauer, die die Stadt 28 Jahre in Ost und West teilte. Die Öffnung der Mauer und der Grenzübergänge entlang der innerdeutschen Grenze in den Abendstunden des 9. Novembers überraschten und führten zu einem großen Volksfest, ein Jahr später war Deutschland wiedervereinigt. Die dritte Strophe aus Hoffmanns von Fallersleben “Lied der Deutschen” wurde Hymne unseres demokratischen Landes. An die Geschehnisse damals, aber auch an die “Anfänge” der Idee eines einigen Deutschland und unsere wechselvolle, von zwei Weltkriegen geprägte Geschichte erinnern die Museumsmitarbeiterinnen auf ihrem Rundgang durch das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K.
 
Foto: oh/Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K Wolfsburg
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