Wie kranke, alte und schutzbedürftige Menschen in den nächsten Jahrzehnten in unserem Land menschenwürdig versorgt und gepflegt werden können, ist eine der großen Herausforderungen für die Gesellschaft. Dabei sind zum einen der demografische Wandel und der Personalnotstand drängende Probleme, aber auch die Zufriedenheit all derer, die in der Pflegebranche beschäftigt sind.

Doch gerade an letzterem mangelt es, wie der Care Klima-Index Deutschland 2017 ergab, der in Kooperation mit dem Deutschen Pflegetag erstellt wurde. Demnach bewerten professionell Pflegende die gesellschaftliche Wertschätzung der Pflege im Vergleich zu anderen Berufen als deutlich schlechter. Um diese Probleme effektiv anzupacken, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Das ist auch eines der herausragenden Themen des Deutschen Pflegetags 2018, der vom 15. bis 17. März unter dem Motto „Teamarbeit – Pflege interdisziplinär“ in der Station in Berlin stattfindet. Auf der zentralen Branchenveranstaltung gibt es zahlreiche Workshops, Podiumsdiskussionsrunden und Fachvorträge, außerdem wird eine große Fachausstellung geboten, in der es um Themen wie Technik, Teamzufriedenheit, Strategien zur Personalgewinnung in der Pflege und vieles mehr geht. Erstmals wird 2018 ein Mediziner den Hauptvortrag zum Kongressmotto halten: Prof. Cornel Sieber, Geriater und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Auch der Bereich „IT in der Pflege: Neue Trends in und für die Praxis“, bei dem es u.a. um Telemedizin und Telenursing geht, dürfte viele Interessierte anlocken. Ein weiteres Highlight ist der Vortragsblock zu sogenannten „Magnetkrankenhäusern“, die für Pflegefachpersonen besonders attraktiv sind, der neue Perspektiven in der Personalgewinnung und -bindung für Pflegende und Pflegemanagement aufzeigt.

Eine Auszeichnung für die Pflege: In den vergangenen Jahrzehnten hat sich gezeigt, dass Pflege zu einer wachsenden Herausforderung für unsere Gesellschaft wird: In Deutschland arbeiten heute rund eine Million Menschen in der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Viele davon werden in den nächsten 15 Jahren in Rente gehen. Parallel dazu steigt der Bedarf an Pflegefachpersonen – und die Zahl der jungen Menschen sinkt. Hier muss die Pflege als Beruf weiterentwickelt werden, um im Vergleich zu anderen Branchen wettbewerbsfähig zu bleiben. Ebenso wichtig ist die Anerkennung und Wertschätzung aller, die in der Pflege beschäftigt sind und sich dafür engagieren. (djd)

Fotos: djd/Deutscher Pflegetag

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