Pilotprojekt: Werker Stiftung fördert Lerngruppen Deutsch als Fremdsprache an der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule.

Pilotprojekt: Werker Stiftung fördert Lerngruppen Deutsch als Fremdsprache an der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule

Als Pilotprojekt an der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule fördert die Werker Stiftung Wolfsburg bereits seit Ende Oktober eine erste Gruppe von Schüler*innen im Bereich Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache und zugleich die kostenfreie Qualifikation für Lernförderkräfte der VHS Wolfsburg. Nun wurde das Projekt um eine weitere feste Gruppe erweitert. Ziel des unterstützenden und nachhaltigen Lernförderprogramm ist es, pandemiebedingten Lernrückstände von Schüler*innen entgegenzuwirken.
Die Teilnahme am Projekt soll verhindern, dass bei Schüler*innen in Wolfsburg, deren häusliches Umfeld für Homeschooling weniger gut aufgestellt ist, große Wissenslücken entstehen oder verstärkt werden – und die Schüler*innen damit den Anschluss an das allgemeine Lernniveau ihrer Jahrgangsstufe oder die Motivation zum Lernen verlieren. “Für uns war es wichtig, in Zeiten der Pandemie etwas für junge Menschen zu machen, das nachhaltig angelegt ist”, so Dieter Söchtig, Vorsitzender der Stiftung. “Der Bedarf an Lernförderung ist durch die Pandemie gestiegen, so war klar, dass wir hier im Sinne unseres gemeinnützigen Auftrags sofort helfen wollen.”

Beitrag in Integration und Bildung

“Vor allem für Schüler*innen, die sich in der deutschen Sprache noch verbessern können, ist eine solche Lernförderung in Gruppen ein grundlegend wichtiges Angebot, um den Anschluss im Unterricht insgesamt halten zu können. Leider fehlt es den Schulen häufig an entsprechend qualifiziertem Personal und durch die Lehrer*innen, die der Risikogruppe angehören, ist die Personalsituation nicht einfacher”, erklärt Sandra Luft, Direktorstellvertreterin der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule.
Hier kommt die VHS ins Spiel: “Durch ihren breit aufgestellten Integrationsbereich Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache kann die VHS gut qualifizierte Lehrende an die Schule entsenden und mit geeinten Kräften unterstützend tätig werden”, erläutert Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration. “Trotz der hohen Nachfrage auch an anderen Schulen wird die zweckgebundene Förderung mit Maß und in Absprache mit dem Geschäftsbereich Schule erfolgen. So ermöglichen wir eine gezielte Förderung und leisten einen wichtigen Beitrag in Integration und Bildung zugleich.”

Lernen in Kleingruppen unter Berücksichtigung der Hygieneregeln

Derzeit werden durch das Projekt zwei feste Kleingruppen von Schüler*innen gefördert. In der ersten Gruppe lernen gemeinsam vier Geschwisterkinder aus Syrien, die seit 2019 in Deutschland sind. Die zweite Gruppe umfasst bis zu sieben Schüler*innen unterschiedlicher Nationalitäten aus dem 7. Jahrgang. Neben der aktuellen Notgruppenbetreuung kann die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule in Kooperation mit dem Lernzentrum auch Arbeitsplätze mit Lernbegleitung anbieten; in diesem Rahmen ist für die beiden Gruppen das Lernen vor Ort gemeinsam mit den von der VHS entsandten Lehrenden möglich. Natürlich werden dabei alle Regelungen des Rahmenhygieneplans eingehalten. Die beiden Gruppen treffen sich wöchentlich an jeweils zwei Nachmittagen. So kann den Schüler*innen ein gewohnter Lernort und feste Strukturen geboten werden.

 
Foto: oh/falco
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