Am 03. März lud das Integrationsreferat der Stadt Wolfsburg zur zweiten Dialogveranstaltung unter dem Titel "Zusammen in Wolfsburg" ein.

Integrationsreferat der Stadt diskutiert mit Bürger*innen über Rassismus und Diskriminierung.

Am 03. März lud das Integrationsreferat der Stadt Wolfsburg zur zweiten Dialogveranstaltung unter dem Titel “Zusammen in Wolfsburg” ein. Insgesamt 32 Teilnehmende schalteten sich am Mittwochabend per Videokonferenzsoftware zusammen, um über Rassismus und Diskriminierung zu sprechen. Seitens der Stadt waren Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration, Sylvia Cultus und Judith Wurm, Leiterinnen des Integrationsreferats sowie weitere Mitarbeitende anwesend, die die Veranstaltung moderierten.
 
Rassismus und Diskriminierung gibt es überall in Deutschland, auch in einer interkulturellen Stadt wie Wolfsburg – dies war wohl die wichtigste Erkenntnis der knapp zweistündigen Veranstaltung. Zum Einstieg zeigte das Integrationsreferat ein Video der Black Lives Matter Bewegung, die nach dem Tod von George Floyd in den USA im Mai vergangenen Jahres auch in vielen deutschen Städten Proteste und Veranstaltungen organisierte. Danach ging es in kleinen Gruppen in einzelne, digitale “Räume”, in denen über Erfahrungen von Alltagsrassismus aus der Sicht von betroffenen Personen, aber auch aus der Perspektive derjenigen diskutiert wurde, die diese Situationen mitbekommen haben. Im Anschluss wurden die Ergebnisse der Gruppenarbeit wieder der gesamten Teilnehmerschaft vorgestellt.
 
“Rassismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft umfassen nicht nur die direkten Angriffe auf Personen oder Gruppen “, fasste Iris Bothe die Diskussion zusammen. “Rassistische Äußerungen werden häufig unterschwellig in Alltagssituationen gemacht. Personen, die das mitbekommen, schweigen oftmals und machen es für die Betroffenen dadurch noch schlimmer.” Dass dies in Wolfsburgs Stadtgesellschaft anders sein soll, darüber waren sich alle Teilnehmenden der Dialogrunde einig.
Thematisiert wurden zudem der Einfluss der Sprache und der Medien darauf, wie einzelne Bevölkerungsgruppen wahrgenommen werden und auch viele Ideen, wie Wolfsburg mehr zusammenwachsen könnte, wurden hervorgebracht. Daher wird es im Rahmen der Reihe “Zusammen in Wolfsburg” demnächst einen weiteren Termin geben, bei dem die Teilnehmenden konkrete Maßnahmen entwickeln wollen, um Diskriminierung und Rassismus vorzubeugen und zu bekämpfen.
 
Foto: oh/falco
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