Das Portal "wobila", die digitale Bildungsplattform, bietet den Wolfsburger Schulen derzeit die Nutzung von unterschiedlichen OpenSource-Lösungen.

Interresse an der Entwicklung der Niedersächsischen Bildungscloud.

Die Wolfsburger Schulen stehen, wie alle Schulen in der Bundesrepublik, gerade vor der großen Herausforderung, sich sehr schnell auf digital gestützten Unterricht umstellen zu müssen. Das Portal „wobila“, die digitale Wolfsburger Bildungsplattform, bietet den Wolfsburger Schulen derzeit die Nutzung von unterschiedlichen OpenSource-Lösungen wie Big Blue Button, Etherpad, Dudle und Nextcloud sowie der Lernplattform Itslearning. Der Fokus der Schulträgerin liegt darauf, den Schulen so schnell wie möglich niedrigschwellig den Start in die nächste Phase der Digitalisierung zu ermöglichen. Diese Phase hat in Wolfsburg für alle Schulen seit den Osterferien begonnen. Die ersten Videokonferenzen werden bereits durchgeführt und das Angebot von Itslearning von immer mehr Schulen aktiv in Anspruch genommen.
Die Entwicklung der Niedersächsischen Bildungscloud (NBC) wird von den Wolfsburger Schulen und der Stadt Wolfsburg begrüßt und interessiert beobachtet. Auch die Wolfsburger Schulen haben einen Antrag auf Aufnahme in den Prototyp, der u.a. die HPI-Cloud und Big Blue Button (BBB) enthält, gestellt. Nach aktuellem Informationsstand kann die NBC allerdings zunächst nur den Schulen zu Verfügung gestellt werden, denen noch kein anderes Lernsystem zu Verfügung steht. Dadurch, dass die Stadt Wolfsburg den Schulen aber ebenfalls die Nutzung der OpenSource-Videokonferenz BBB ermöglicht und prüft, wie die NBC perspektivisch in die Wolfsburger Bildungsplattform „wobila“ eingebunden werden kann, werden die Weichen für eine spätere Nutzung der NBC gestellt. So könnte die NBC nach der Betaphase auch in Wolfsburg vollumfänglich genutzt werden.
Bereits seit 2017 setzen sich die sechs Wolfsburger Pilotschulen des Projektes „Lernen und Unterrichten mit mobilen digitalen Geräten“ mit den Anforderungen der Lehrenden an digitale Systeme auseinander. In mehreren Workshops wurde ein Kriterienkatalog entwickelt, aufgrund derer die Lernplattform Itslearning ausgewählt wurde, mit der die Pilotschulen nun seit Ende 2018 arbeiten. Die Abteilung IT an Schulen des Geschäftsbereichs Schule der Stadt hat auf der Grundlage das Portal „wobila“, die digitale Wolfsburger Bildungsplattform, entwickelt. Mit der Verabschiedung des Medienentwicklungsplanes für 2020 bis 2024 hat der Rat am 24. März diesen Jahres die Mittel freigegeben, um den Zugang zu „wobila“ auf alle Schulen auszurollen. 
Itslearning wurde 1998 von einer Gruppe Studierender der norwegischen Universität Bergen entwickelt. Aus dem Masterarbeitsprojekt wurde Anfang der 2000er Jahre eine Unternehmensgründung. In den skandinavischen Ländern, so auch beispielsweise Dänemark, einem Vorreiter bei der Digitalisierung, ist es nicht ungewöhnlich, dass Kommunen auf Lösungen zurückgreifen, die von wirtschaftlichen Unternehmen entwickelt wurden. Dies hat den Vorteil, dass man in der Regel schon mit ausgereiften Produkten arbeiten kann. Für die Digitalisierung in Wolfsburger Schulen heißt das, dass sie mit einem System arbeiten können, das schon seit über einem Jahrzehnt an die Anforderungen von digital gestütztem Unterricht angepasst wurde. Hierdurch können sich die Lehrenden gleich auf die Inhalte konzentrieren und mit der Ausgestaltung ihres individuellen Unterrichts beginnen.

Foto: oh/geralt

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