Showtime: Schaufütterungen sind ein Bestandteil der Freiwilligenarbeit.
Foto: djd/Otterzentrum Hankensbüttel/Jan Piecha

Freiwilligendienst mit Naturschutz, Umweltbildung und charmanten Mardern

Auch im Ausnahmejahr 2020 müssen junge Menschen ihre Zukunft im Blick behalten. Gerade für Schüler vor dem Abschluss stellt sich jetzt die Frage: Wie geht es weiter, wenn alles wieder voll anläuft? Was will ich nach der Schule tun und wie kann ich mein Leben gestalten? Viele möchten nicht sofort eine Ausbildung oder ein Studium starten, sondern legen ein sogenanntes Gap Year ein, um zu jobben, zu reisen oder sich in gemeinnützigen Projekten zu engagieren. Für Letzteres bietet sich ein Freiwilligendienst an, bei dem man einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten und dabei den eigenen Horizont erweitern kann. Wer sich für Umwelt- und Naturschutz begeistert, liegt dann mit einem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) oder einem entsprechenden Bundesfreiwilligendienst (BFD) richtig – zum Beispiel im Otter-Zentrum Hankensbüttel.

So süß kann ein Raubtier sein: Fischotter haben einen besonderen Charme und sind extrem fotogen.
Foto: djd/Otterzentrum Hankensbüttel/Jan Piecha

Von Schaufütterung bis Forschung

Die Aktion Fischotterschutz e.V. mit dem zugehörigen Otter-Zentrum engagiert sich von Beginn an nicht nur für die wohl charmanteste und einst vom Aussterben bedrohte Marderart, sondern bietet auch anderen einheimischen Tieren wie dem Hermelin, dem Europäischen Nerz, dem Steinmarder oder dem Dachs in naturnahen, weitläufigen Gehegen ein Zuhause. Diese Tiere sind Botschafter für ihre wild lebenden Artgenossen, für die sich das Zentrum zum Beispiel bei der Biotopentwicklung, im Naturschutz und in der Forschung einsetzt. Das Jahr bei den Ottern bietet den Freiwilligen die Möglichkeit, ganz persönliche Einblicke in die Welt der Fischotter und Marder zu bekommen, die Arbeit eines Naturschutzverbandes kennenzulernen und viel Zeit in und mit der Natur zu verbringen. Interessierte finden unter www.aktion-fischotterschutz.de alle wichtigen Informationen. Zu den Aufgaben gehören zum Beispiel die Betreuung von Besuchergruppen, Umweltbildung, kommentierte Schaufütterungen, die Versorgung der Tiere und die Instandhaltung der Einrichtungen. Auch die Mithilfe bei Forschungsarbeiten und Biotopschutzprojekten ist möglich.

FÖJ oder BFD?

Das FÖJ ist dabei für junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren gedacht und eher in Richtung Umweltpädagogik orientiert. Die Bewerbung läuft über einen Träger. Für das BFD gibt es keine Altersbegrenzung. Hier stehen in der Regel mehr praktische Tätigkeiten wie technische Arbeiten an den Einrichtungen und die Tierpflege im Vordergrund. Beim Einsatz werden aber die bisherige Qualifikation und auch die Wünsche der Freiwilligen berücksichtigt. (djd)

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Hectas

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Uni Hannover