Europahaus.

 

Ausstellungsrundgang mit Klaus Römer und Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm



Zu einem Rundgang durch die Sonderausstellung „Ein Wolfsburger sieht seine Stadt. Fotografien von Klaus Römer 1980 bis heute“ lädt das Stadtmuseum im M2K am Donnerstag, 21. April um 18:30 Uhr ein.

Die Ausstellung zeigt 56 Schwarz-Weiß- und Farb-Fotografien von Klaus Römer. Der gebürtige Schöppenstedter Klaus Römer ist seit 1980 in Wolfsburg zu Hause. Er kam, um im Volkswagenwerk zu arbeiten und entdeckte hier seine Liebe zur Fotografie neu. Schon als Jugendlicher war er Mitglied in der Foto-AG seiner Schule. In Wolfsburg schärften Profis wie Heinrich Heidersberger oder der Werbefotograf Fred Düx sein fotografisches Auge und handwerkliches Können.
Im Auftrag der IG Metall dokumentierte Römer nicht nur in Wolfsburg verschiedenste Aktionen und Demonstrationen. Seine Stadt beobachtet er aufmerksam und mit Offenheit für die ganze Vielfalt des Lebens.
Für besondere Augenblicke hat er einen wachen Blick. So zeigen seine Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien den Wolfsburger Alltag und sind zugleich Dokumente der gesellschaftlichen Entwicklungen in den vergangenen vier Jahrzehnten: Da ist ein Straßenmusiker zu sehen, der in der Porschestraße der 1980er Jahre ein musikalisches Zwiegespräch mit einem nachdenklich dreinschauenden älteren Herren führt. Oder das bunte und kämpferische Wandbild am ehemaligen „Hotel Noack“, mit dem sich das dort ansässige Selbstverwaltete Jugendzentrum Mitte letztlich vergeblich gegen den Abriss für den Neubau des Südkopf-Centers wehrte.Immer wieder nimmt Klaus Römer die Wolfsburger Architektur der Moderne in den Fokus seiner analogen und inzwischen digitalen Kamera. Ob am Europa-Hochhaus, Burgwall-Center oder Kunstmuseum – in Architekturdetails entdeckt er faszinierende grafische Strukturen.
Dabei ist es ihm wichtig, die Betrachter*innen seiner Bilder dazu einzuladen, beim nächsten Gang durch die Stadt einmal genauer hinzuschauen und die scheinbar so vertraute Umgebung neu wahrzunehmen. Klaus Römer versäumt es auch nicht, mit seiner Kamera in die weniger ansprechenden Ecken zu blicken, die zum Leben dazugehören, Vergessenes offenbaren und durch überraschende Kompositionen auch oft zum Schmunzeln einladen.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist unter 05361/281040 oder stadtmuseum@stadt.wolfsburg.de erforderlich.
 
Foto: oh/Klaus Römer
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