Das Stadtmuseum im M2K zeigt ab dem 25. Februar in den Remisen am Schloss Wolfsburg die neue Sonderausstellung "Ein Wolfsburger sieht seine Stadt".

Das Stadtmuseum im M2K zeigt ab dem 25. Februar in den Remisen am Schloss Wolfsburg die neue Sonderausstellung „Ein Wolfsburger sieht seine Stadt“.

Zu sehen sind 56 Schwarz-Weiß- und Farb-Fotografien von Klaus Römer aus den vergangenen 40 Jahren. Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm freut sich über diese fotografischen Zeitdokumente: „Es ist wunderbar zu sehen, wie Bürgerinnen und Bürger in die Stadt wirken. Klaus Römers Bilder wecken einerseits Erinnerungen und laden andererseits ein zu Diskussionen über städtische Entwicklungen, die uns bis heute begleiten und ebenso in die Zukunft weisen.“
 
Der gebürtige Schöppenstedter Klaus Römer ist seit 1980 in Wolfsburg zu Hause. Er kam um im Volkswagenwerk zu arbeiten und entdeckte hier seine Liebe zur Fotografie neu. Schon als Jugendlicher war er Mitglied in der Foto-AG seiner Schule. In Wolfsburg schärften Profis wie Heinrich Heidersberger oder der Werbefotograf Fred Düx sein fotografisches Auge und handwerkliches Können. Im Auftrag der IG Metall dokumentierte Römer nicht nur in Wolfsburg verschiedenste Aktionen und Demonstrationen. Seine Stadt beobachtet er aufmerksam und mit Offenheit für die ganze Vielfalt des Lebens. Für besondere Augenblicke hat er einen wachen Blick. So zeigen seine Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien den Wolfsburger Alltag und sind zugleich Dokumente der gesellschaftlichen Entwicklungen in den vergangenen vier Jahrzehnten: Da ist ein Straßenmusiker zu sehen, der in der Porschestraße der 1980er Jahre ein musikalisches Zwiegespräch mit einem nachdenklich dreinschauenden älteren Herren führt. Oder das bunte und kämpferische Wandbild am ehemaligen „Hotel Noack“, mit dem sich das dort ansässige Selbstverwaltete Jugendzentrum Mitte letztlich vergeblich gegen den Abriss für den Neubau des Südkopf-Centers wehrte.
 
Immer wieder nimmt Klaus Römer die Wolfsburger Architektur der Moderne in den Fokus seiner analogen und inzwischen digitalen Kamera. Ob am Europa-Hochhaus, Burgwall-Center oder Kunstmuseum – in Architekturdetails entdeckt er faszinierende grafische Strukturen. Dabei ist es ihm wichtig, die Betrachterinnen und Betrachter seiner Bilder dazu einzuladen, beim nächsten Gang durch die Stadt einmal genauer hinzuschauen und die scheinbar so vertraute Umgebung neu wahrzunehmen. Klaus Römer versäumt es auch nicht, mit seiner Kamera in die weniger ansprechenden Ecken zu blicken, die zum Leben dazugehören, Vergessenes offenbaren und durch überraschende Kompositionen auch oft zum Schmunzeln einladen.
„Bei diesen Ansichten erlebt man Aha-Effekte. Und wir sehen an diesen Bildern von Klaus Römer, wie modern, urban, schön, bunt und lebenswert unsere Stadt ist – mit all ihren Leuchttürmen und vor allem dem gelebten Alltag.“, zeigt sich Andreas Meyer, Geschäftsbereichsleiter Kultur, von der Motivvielfalt begeistert.
 
Mit der Ausstellung lässt das Stadtmuseum einmal mehr Wolfsburger Hobbyfotografen mit ihrem ganz persönlichen Blick auf die Stadt „zu Wort kommen“ und dies nicht nur durch das Ausstellungsthema. Auch die Ausstellungstexte wurden von einem Zeitzeugen der neueren Wolfsburger Stadtgeschichte verfasst, der den Betrachter*innen wiederum seine individuelle Interpretation der Arbeiten Römers nahebringt. „Wir sind ein Haus für die Wolfsburger*innen. Gemeinsam mit ihnen generieren wir Themen uns setzen sie um. Mit der Betextung durch den langjährigen Kulturjournalisten und Zeitzeugen Hans Karweik betreten wir Neuland, in dem wir bewusst auf eine persönliche Interpretation setzen, die unsere Gäste zu weiteren Diskussionen anregt. Ich bin sehr gespannt, wie dieser Ansatz angenommen wird „, erläutert Kiekenap-Wilhelm das neuartige Ausstellungskonzept.
Die Ausstellung ist bis zum 22. Mai zu sehen. Der Eintritt ins Museum ist frei. Begleitend zur Ausstellung findet eine Reihe von Veranstaltungen statt. Themen und Termine können der Tagespresse entnommen werden. Vor Ort gelten die aktuellen Corona-Maßnahmen.
Das Stadtmuseum im M2K zeigt ab dem 25. Februar in den Remisen am Schloss Wolfsburg die neue Sonderausstellung "Ein Wolfsburger sieht seine Stadt".

Foto 1: Stillleben am Mühlenpfad, 2021.

Foto 2: Am Schillerteich – eine Dame im Regen, 1982.
Fotos: oh/Klaus Römer

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