Arbeitnehmerempfang von Stadt Wolfsburg und IG Metall legte Schwerpunkt auf Frieden und europäischen Gedanken.

Die wichtigsten Vertreter*innen aus Verwaltung, Politik und Gewerkschaften beim diesjährigen Arbeitnehmerempfang.

Arbeitnehmerempfang von Stadt Wolfsburg und IG Metall legte Schwerpunkt auf Frieden und europäischen Gedanken

Nach zwei Jahren pandemiebedingtem Ausfall luden die Stadt Wolfsburg und die IG Metall am Freitag, 29. April, wieder zum Arbeitnehmerempfang ins Schloss Wolfsburg. Zahlreiche Gäste aus Gewerkschaften, Arbeitnehmervertretungen, Politik und Verwaltung versammelten sich im Gartensaal. Die Vorträge wurden eingerahmt von Live-Musik der Harfenistin Anne Serger.
Oberbürgermeister Dennis Weilmann gab in seiner Begrüßungsrede einen Überblick über aktuelle Themen und Herausforderungen, die sowohl Wirtschaft, Verwaltung, als auch die Stadtgesellschaft betreffen. Er betonte die starke Rolle der Gewerkschaften – insbesondere der IG Metall – die mit ihrem Einsatz für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer maßgeblich die Attraktivität der Stadt als Arbeits- und Lebensstandort mitbestimmten. Für den Einsatz von Organisationen, Unternehmen und vor allem Ehrenamtlichen bei der Aufnahme und Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine bedankte er sich.
 
Flavio Benites, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Gewerkschaften in großen Krisen und ihre Verantwortung für die Zukunft ein. Demokratie, Vielfalt und Respekt – dies seien Werte, für die die Gewerkschaften in der Gesellschaft mitverantwortlich seien und für die mit Menschlichkeit und Zivilcourage gekämpft werden müsse.
Gastredner des diesjährigen Arbeitnehmerempfangs war der Autor, Journalist und Jurist Professor Dr. Heribert Prantl. In seinem Vortrag mit dem Titel „Ein Leben zwischen Krieg und Frieden in Europa“ hielt er ein flammendes Plädoyer für ein vereintes, starkes Europa. Dabei ging er besonders auf die Bedeutung des Pazifismus ein. Er zitierte mehrfach Hans-Peter Kaul, Richter am Internationalen Strafgerichtshof, der davon überzeugt war, dass es keinen Militäreinsatz ohne Verbrechen an der Menschlichkeit gäbe. Nur mit einer großen, ungewöhnlichen Kraft ließe es sich für den Frieden kämpfen und Kriege, aber auch Krisen wie den Klimawandel bewältigen.
„Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr wieder zum Arbeitnehmerempfang einladen konnten“, so Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Auch wenn das Hauptthema des Abends – der Krieg in der Ukraine – ein schweres Thema war, bedanke ich mich besonders bei Herrn Professor Prantl für seine ergreifenden Worte und aufrüttelnden Gedanken. Mein großer Dank gilt ebenfalls der IG Metall Wolfsburg, die die Veranstaltung mit uns gemeinsam organisiert hat.
Foto: oh/Stadt Wolfsburg, Lars Landmann
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