Die digitale Lebenswelt unserer heutigen Schülerinnen und Schüler unterlag besonders in den letzten Jahren einem enormen Wandel.

Moderator Mario Dedolf von der Polizei Wolfsburg

Die digitale Lebenswelt unserer heutigen Schülerinnen und Schüler unterlag besonders in den letzten Jahren einem enormen Wandel, so Wolfsburgs Polizeichef Olaf Gösmann bei der Eröffnung des Fachtags Sexting in der Aula des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Wolfsburg.

“Nicht zufällig hat der auf unsere Initiative gegründete Arbeitskreis Sexting für diese Tagung symbolhaft eine Wolfsburger Schule ausgewählt”, erläutert Gösmann. Erst tags zuvor berichteten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt über eine bundesweite Durchsuchungsaktion: 21 Tatverdächtige im Alter von 14 bis 26 Jahren stehen im Verdacht, kinderpornografische Videodateien über soziale Netzwerke geteilt und verbreitet zu haben. Damit ist der Fachtag hochaktuell, es besteht ein dringender nachhaltiger Handlungsbedarf, gab der Polizeichef dem fachkundigen Publikum auf dem Weg. Marion Herfurth als stellvertretende Leiterin Jugendamtes Wolfsburg betonte, dass die Tagung dem Austausch unter Präventionsexpertinnen und -experten der Netzwerkpartner aus der gesamten Region Wolfsburg-Helmstedt-Braunschweig diene. Sie mahnte in ihrer Rede an, dass in der sich rasant verändernden digitalen Welt das Netz nichts vergisst.
100 Expertinnen und Experten folgten der Einladung des sich aus der Stadt Wolfsburg, der Jugendberatung Wolfsburg, dem Dialog e.V. und der Polizei Wolfsburg zusammensetzenden Arbeitskreises. Der Fachtag beleuchtete die Hintergründe und Motive für Sexting aus medienpädagogischer Sicht, verdeutlicht die derzeitig bestehende Rechtslage und zeigt Perspektiven für die Prävention auf: Tanja Opitz von der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen beleuchtete das Phänomen Sexting ausführlich, erörterte Ansätze zur Prävention und zeigte den strafrechtlichen Hintergrund auf. Für viele Mädchen und Jungen im jugendlichen Alter ist heutzutage das Internet auch sexuell ein sozialer Erfahrungsraum. Mit freizügigen Selfies werden online die Reaktionen anderer getestet oder Nacktbilder dienen als Geschenk für die Liebste oder den Liebsten im Rahmen eines ersten Beziehungsversuchs unter jungen Menschen.
Über die Apps ihrer Smartphones wie WhatsApp, Instagram, Facebook oder Snapchat halten Jugendliche zu jeder Zeit Kontakt zu ihrem sozialen Umfeld und präsentieren ihre Person in der digitalen Welt. Maik Rauschke von der Jugendförderung der Stadt Wolfsburg berichtete über die heutigen digitalen Lebenswelten der Jugendlichen und den technisch leichten privaten Fotoaustausch innerhalb einer Beziehung oder eines Flirts. Jugendliche sind sich den Gefahren bewusst, deswegen ist es schwierig mit ihnen ins Gespräch zu kommen, erst recht, wenn es schon zu einem Vorfall gekommen ist. Der Jugendexperte forderte die fachkundigen Besucher auf, mit dem Arbeitskreis ins Gespräch zu kommen, um schnell einen nachhaltiges Präventions-Netzwerk zu formen. Ausführliche Informationen finden Interessierte auf dem Jugendserver Wolfsburg unter https://www.wob4u.de/jugendraeume/stadtweit/digihelp.html.
Bildunterschrift: Moderator Mario Dedolf von der Polizei Wolfsburg.
Foto: oh/Polizei Wolfsburg
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