Freiwilligen Feuerwehren

Persönliche Schutzausrüstung in Corona-Zeiten: Im Einsatzfalle schützen sich die Einsatzkräfte mit einer FFP2-Maske, um sich im Fahrzeug nicht gegenseitig anzustecken, falls jemand unwissentlich den Virus in sich trägt. Gleichzeitig stellt die Maske auch einen Schutz im Einsatzgeschehen beim Kontakt mit anderen dar. Die Einsatzleiter schützen sich zusätzlich mit einer Schutzbrille, die bei Befragungen von Passanten oder Betroffenen getragen wird.

 

Besondere Situation für die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren.

Auch an den Freiwilligen Feuerwehren in Wolfsburg geht die Corona-Pandemie nicht spurlos vorbei: Dienste, Fortbildungen, Versammlungen und Veranstaltung jeglicher Art liegen seit gut vier Wochen auf Eis. Dies wurde bereits vor den vom Land ausgesprochenen Ausgangsbeschränkungen angeordnet.

„Das ist auch gut so“, sagt Daniel Lieske, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehren in Wolfsburg. „Schließlich gehören auch die Freiwilligen Feuerwehren zu den systemrelevanten Einrichtungen der Stadt Wolfsburg.“
Absprachen über Neuerungen oder zur aktuellen Lage erfolgen nun, wie derzeit auch bei vielen anderen im Berufsleben, online über Videotelefonie oder Telefonkonferenzen. „So geht Feuerwehr auch aus dem Homeoffice – jedenfalls zu zehn Prozent“, erklärt Lieske. Auch der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (Stab SAE) der Feuerwehr ist mit involviert. So wurden von hier die Lautsprecherdurchsagen der vergangenen Woche koordiniert und Fahrzeuge für zusätzliche und gezielte Durchsagen im Stadtgebiet eingesetzt.
Um das Infektionsrisiko zu verringern und die Tagesverfügbarkeit zu erhöhen, haben Teile der Ortsfeuerwehren in Wolfsburg sogenannte Tag- und Nachtbereitschaften eingeführt, die in Schichtplänen festgehalten werden. Zehn Personen stehen fest im Schichtplan von 8 bis 20 Uhr und von 20 bis 8 Uhr – und sichern so die Tagesverfügbarkeit im gesamten Stadtgebiet. Daneben entlasten sie die Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr bei kleinen Schadenslagen und verfahren nach der Strategie: So viel wie möglich, so wenig wie nötig. „Auch wir müssen uns vor der Infektionsgefahr schützen“, erläutert Lieske.
Deshalb trägt die Fahrzeugbesatzung selbst auf Einsatzfahrten Schutzmasken, um das Risiko einer Infektion untereinander zu minimieren. Schließlich ist es schwierig, den Abstand von 1,5 Metern in der Fahrzeugkabine einzuhalten. Alle der rund 1.000 Feuerwehrleute aus Wolfsburg, ob beruflich oder freiwillig, haben nach Bekanntwerden der Ausbreitung eine Selbstauskunft ausgefüllt. Darin wurde festgehalten, ob sie symptomfrei sind oder sich in den letzten Wochen in einem gefährdeten Gebiet aufgehalten haben. So konnte ein Überblick über die verfügbaren Kräfte gewonnen werden.
„Besondere Veränderungen in Art und Anzahl der Einsätze der Feuerwehren gibt es derzeit nicht, jedoch ist es für die freiwilligen Kräfte schon eine außergewöhnliche Situation, sich im Rahmen der Bereitschaft über das „normale“ Maß hinaus einzuschränken und im Ort zu verbleiben. Im Falle eines Alarms können sie so innerhalb kürzester Zeit das Fahrzeug besetzen und in den Einsatz gehen“, erklärt Volkmar Weichert, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Vorsfelde, und fügt hinzu: „Aber die Stadt Wolfsburg appelliert ja ohnehin an alle Bürgerinnen und Bürger, möglichst zuhause zu bleiben.“
 

Foto: oh/Freiwillige Feuerwehren Wolfsburg
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