Die städtischen Gewässer u.a. am Schillerteich, am Neuen Teich sind momentan in großer Zahl von Graugänsen besetzt.

Probeweise Umsiedlung einiger Tiere auf Gewässer in den Barnbruchwiesen.

Die städtischen Gewässer u.a. am Schillerteich, am Neuen Teich sind momentan in großer Zahl von Graugänsen besetzt. Die meisten dieser Tiere stammen aber wahrscheinlich gar nicht aus Wolfsburg.


Das hat folgenden Hintergrund: Wie alle Gänse, Enten und Schwäne mausern auch die Graugänse einmal im Jahr zeitgleich komplett alle Schwungfedern an den Flügeln. Diese sind nach den langen Flugstrecken während des Winterhalbjahres stark abgenutzt und müssen ersetzt werden. Graugänse ohne Küken sammeln sich an geeigneten Mauserplätzen, die Nahrung und Sicherheit für den Zeitraum der Flugunfähigkeit bieten müssen. Da für die Gänse vor allem Sicherheit wichtig ist, kommt es vor, dass solche Plätze auch an geeigneten Orten innerhalb von Städten zu finden sind. Solche Plätze sind rar und weite Wanderungen werden dorthin unternommen. So haben Wissenschaftler des Instituts für Wetlands and Waterbird Research IWWR und das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung ITAW der Tierärztlichen Hochschule Hannover Graugänse an einem Mauserplatz an der Leine bei Hannover markiert. Einige dieser Vögel wurden später sogar in der Tschechischen Republik und in Österreich wiederbeobachtet.
 
Die Forscher wollen nun am Donnerstag, 11.6. mit einer Beringungsaktion mehr über die Herkunft der mausernden Graugänse in der Stadt Wolfsburg erfahren. Dazu werden die Gänse eingefangen und mit einem Metallring am Bein beringt. Die Vögel werden vermessen und untersucht. Einige sollen zudem gelbe Halsmanschetten mit einem individuellen Code bekommen, der es Vogelfreunden erlaubt, die Gänse auch in der freien Landschaft sicher zu identifizieren. Diese Beobachtungen werden dann in einem Internetportal (www.geese.org) gesammelt. Hier können Beobachter mehr Informationen zu dem jeweiligen Tier bekommen und die Daten werden für die verschiedenen Aspekte der Zugvogelforschung analysiert.
Weitere Informationen aus der Gänseforschung sind unterwww.gänseforschung.de zu finden.

Foto: oh/Stadt Wolfsburg

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