Am  29. Mai um 19 Uhr in der Bar Lissabon wird eine Ausstellung von Günter Franzkowiak eröffnet. Sie ist bis zum 20. Juni zu sehen.

 

Noch ehe sich Günter Franzkowiak nach seiner Lehre als Werkzeugmacher im Volkswagenwerk seinen ersten Käfer kaufen konnte, erwarb er eine Spiegelreflexkamera – dies schon seine zweite Kamera – und hielt damit immer wieder Momente aus seiner Umgebung fest, insbesondere aber jenen Ort, an dem er einen Großteil seiner Zeit verbrachte: seinen Arbeitsplatz.

Ab Anfang der 1950er Jahre war er mit seiner Kamera aus eigenem Antrieb und ohne spezielles Konzept im Volkswagenwerk unterwegs und fotografierte seine Kollegen, sowohl aus dem Werkzeugbau als auch aus anderen Abteilungen. Er dokumentierte Arbeitsabläufe ebenso wie Maschinen, besondere Anlässe wie Pausenmomente. Die entstandenen Fotografien sind nicht nur als sozialhistorische Zeugnisse interessant, sondern verweisen auch auf ein besonderes Kapitel in der Geschichte der Fotografie.
Die sogenannte Arbeiterfotografie war in Deutschland besonders in den Jahren zwischen 1925 und 1935 populär, stagnierte jedoch während der Zeit des Nationalsozialismus. Ab den 1960er Jahren griffen wieder vermehrt Amateure zur Kamera und ermöglichten als Fotografen “aus den eigenen Reihen” einen ganz besonderen Blick auf die Arbeitsvorgänge. Zu dieser zweiten Welle der Arbeiterfotografie zählen auch die Fotografien des Wolfsburgers Günter Franzkowiak, der immer noch in der Stadt lebt.
Die vom Wolfsburger Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation gemeinsam mit dem Kunstverein Wolfsburg erarbeitete Ausstellung umfasst eine kleine Auswahl von 27 Fotografien Günter Franzkowiaks. Sie wurden zunächst im “Raum für Freunde” des Kunstvereins Wolfsburg gezeigt und wird nun am Mittwoch, 29. Mai um 19 Uhr in der Bar Lissabon (Breite Str. 25-27, 38100 Braunschweig) eröffnet. Dort ist sie bis zum 20. Juni zu sehen.

Foto: oh/Veranstalter

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