Sonderausstellung

Ölgemälde von Franz Hoffmann-Fallersleben vom 2.9.1890.

Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K bietet Führungen mit Kuratorin Dr. Gabriele Henkel durch die Sonderausstellung “Hoffmann & Hoffmann

Der Vater und der Sohn” an – Corona-bedingt im kleinen Kreis mit maximal fünf Besucher*innen und mit Berücksichtigung der Hygienevorschriften. Die nächsten Termine für die Führungen sind: Dienstag, 29. September, um 16.30 Uhr und Samstag, 3. Oktober, um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es wird vorab um Anmeldung für die Führungen gebeten unter Telefon 05362/52623 oder per Mail (hoffmann-museum@stadt.wolfsburg.de).
Die Ausstellung ergänzt die Dauerausstellung des Hoffmann-Museums und greift den familiären Aspekt auf. Sie beginnt mit verschiedenen Porträts Hoffmanns von Fallerslebens, mit denen er auch das Bild der Zeitgenossen über sich selbst beeinflusste. Der bekannte Dichter, Germanist und Befürworter von deutscher Einigkeit, Recht und Freiheit im 19. Jahrhundert gründet erst spät eine Familie. Franz ist das einzige Kind von Hoffmann und seiner Frau Ida. Nach ihrem frühen Tod erzieht der Vater allein seinen Sohn. Die Künstlerkarriere von Franz erlebt der alte Hoffmann nicht mehr, er stirbt 1874 im Beisein seines Sohnes. Franz Hoffmann-Fallersleben wird ein anerkannter und erfolgreicher Vertreter der Wirklichkeitsmalerei, in der sich die deutsche Landschaftsmalerei vom Naturalismus zum Impressionismus entwickelt hat. Die Eindrücke seiner Heimat, der Weserlandschaft, prägen ihn und sein künstlerisches Schaffen lebenslang. Nach 1900 erschließt sich Hoffmann-Fallersleben gewinnbringend in Höxter und Umgebung neue Käuferschichten. Seine Bilder werden auch mit Erfolg auf Ausstellungen in Berlin, München, Dresden, Düsseldorf oder Hamburg ausgestellt. Eine Auswahl seiner Gemälde ist in der Sonderausstellung zu betrachten.


In den Fokus genommen wird aber auch das Vater-Sohn-Verhältnis anhand von Fotos und persönlichen Dokumenten, die zugleich Einblicke in den damaligen Alltag geben. So können sich die Besucherinnen und Besucher auf den Abdruck eines kleinen Briefes des dreizehnjährigen Franz an den Vater freuen, ein seltenes Dokument, denn Franz’ Briefe an Hoffmann gelten mit Ausnahme dieses Briefchens (und nur eines weiteren) als verschollen. Eine Kostenaufstellung für den auswärts wohnenden Sohn weist wiederum auf die bürgerlichen Lebensumstände und die private Buchführung der Familie Hoffmann hin.

Foto: oh/Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K/Meike Netzbandt
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