Ein Workshop im Jugendzentrum Detmerode zur Erhaltungssatzung.

Dr. Stephan Strauss erläutert anhand historischer Motive die heutige Situation am Einkaufszentrum.

Workshop im Jugendzentrum Detmerode zur Erhaltungssatzung.

Stadtplaner und Historiker im Dialog mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen – ungewöhnliche Gesprächspartner*innen trafen sich jetzt in Detmerode. Der Geschäftsbereich Stadtplanung und Bauberatung erarbeitet hier aktuell eine Erhaltungssatzung, zu der in speziellen Gesprächsformaten bewusst auch die Altersklasse zwischen 14 und 21 Jahren gehört werden soll. Zehn Teilnehmer*innen waren dafür auf Einladung von Bernd Müller und Katrin Stöter ins Jugendzentrum Detmerode gekommen. Dr. Stephan Strauss vom beauftragten Büro Historische Bauwerke in Krefeld sowie Esther Orant und Christina Dirk vom Forum Architektur der Stadt Wolfsburg hatten einen zweitägigen Workshop vorbereitet.
Überraschend für den Historiker fiel vor allem die Abstimmung der Jugendlichen aus, die nach dem ersten Tag Punkte von 1 bis 10 für ihren Stadtteil vergeben konnten. “Die durchschnittliche Punktzahl von 7,5 Punkten ist außergewöhnlich für diese Altersklasse, die naturgemäß ihr Umfeld mit sehr kritischen Augen betrachtet”, erklärt Nicole Froberg, Leiterin des Fachgebiets Denkmalschutz und Baukultur der Stadt Wolfsburg. “Darin drückt sich eine sehr hohe Zufriedenheit mit diesem Wohnumfeld aus, die wir erhalten und ausbauen möchten.”
 
Zuvor hatte Dr. Stephan Strauss auf einem Spaziergang durch den Stadtteil aufgezeigt, welche Gedanken sich die Fachleute zum Erhalt des besonderen Städtebaus machen und die jungen Bewohner*innen des Stadtteils zu konkreten Punkten befragt. “Es war deutlich spürbar, wie wichtig den jungen Menschen vor allem soziale Orte sind”, fasst Esther Orant zusammen. Diese wurden im Workshop in Detmerode häufig in Zusammenhang gesetzt mit grünen Orten.
Im Anschluss ging es darum diese Orte in eigenständigen Fotoarbeiten darzustellen: “Nimm dein Handy und fotografiere deine Lieblingsorte”, hieß es hier. Die Motive fanden sich unter anderem im Bürgerpark, am Detmeroder Teich, an der Streuobstwiese und hinter der neuen Burg. Sie setzen die besondere Atmosphäre von Weitläufigkeit, Grün und Architektur in Szene. Es sind Orte, die häufig erst auf den zweiten Blick zu entdecken sind, aber vielleicht gerade deshalb geschätzt werden.
Gesucht wurden die schönsten Postkartenmotive, die am nächsten Tag durch eine kleine Jury mit Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide und Fotograf Lars Landmann gesichtet wurden. Drei Gewinnerbilder des kleinen Wettbewerbs werden nun tatsächlich als Postkarten gedruckt und im Stadtteil ausgelegt. Dazu soll eine Ausstellung im Schaufenster des Alvar-Aalto-Kulturhauses nach den Sommerferien alle zum Wettbewerb ausgewählten Motive zeigen. Darüber hinaus versprach Dr. Stephan Strauss zurück zu kommen, sobald die Erhaltungssatzung im Entwurf erarbeitet ist.
Foto: oh/Stadt Wolfsburg
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