256 von 374 befragten Jugendlichen und junge Menschen im Alter von 10-26 Jahren wünschen sich kostengünstigere Bustickets.

Diese Aussage ist eines der zentralen Ergebnisse der Jugendbefragung „Wie mobil bist du?“, die das Netzwerk Jugendbeteiligung der Stadt Wolfsburg entwickelt hat. Ebenfalls halten die jungen Menschen Schülerferientickets und bessere Radwege für wichtige Vorschläge zur Verbesserung ihrer persönlichen Mobilität in Wolfsburg.

In einem vertiefenden Jugendforum stellte die städtische Kinderbeauftragte Katrin Binius zunächst die wichtigsten Erkenntnisse der ÖPNV-Befragung vor. „Die Mehrzahl der befragten Jugendlichen nutzt den Bus als Hauptverkehrsmittel zur Schule, Shopping oder Freunden. Daher ist es wenig verwunderlich, dass sich die Hälfte der befragten Jugendlichen eine kürzere Bustaktung und eine bessere Anbindung der Stadtteile wünschen. Aus sicht der Befragten fehlen oftmals, auch Abend- und Wochenendverbindungen, wodurch die Jugendlichen sich in ihrer Mobilität eingeschränkt fühlen“, erklärte Binius.

Zu den Themen Busverkehr, Radverkehr und Preisgestaltung ÖPNV konnten mehr als 20 Jugendliche gemeinsam mit Experten auf Augenhöhe diskutieren und ihre persönlichen Erfahrungen schildern.

Die Jugendlichen wünschen sich Kurzstreckentickets, mehr Sicherheit an Haltestellen und eine bessere Busanbindung. Die 13-jährige Anna ergänzt: „Alle, die Bus fahren, würden sich über kürzere Intervalle freuen.“ Zudem sei die Freundlichkeit bei manchen Busfahrern, nach Meinung der Befragten, verbesserungswürdig. Darüber hinaus solle die Schülersammelkarte für alle Oberstufen- und Berufsschüler in allen Ferien nutzbar sein, forderten die Jugendlichen. WVG-Geschäftsführer Kaupert informierte die Jugendlichen über bevorstehende Maßnahmen. Geplant seien unter anderem elektronische Anzeigetafeln sowie eine WVG-App, die Busverspätungen in Echtzeit anzeigen.

Die Schüler fordern eine Anpassung der Preise und Altersgrenzen der Bustickets. „Ich bin unzufrieden, dass Kinder ab 15 Jahren Erwachsenentickets zahlen müssen“, bemängelt Sven, 15 Jahre. Weitere Vorschläge waren spezielle Angebote für Schulausflüge, Nachttickets und Nachtbusse.

Radverkehrskoordinator Miroslaw Walkowiak nahm die Hinweise der Jugendlichen auf mangelhafte oder fehlende Radwege entgegen, insbesondere was eine fehlende Beleuchtung, Beschilderung oder einen defekten Belag anging. Wichtig war ihm, den Jugendlichen zu vermitteln, dass sie sich direkt bei ihm oder beim Service Center der Stadt Wolfsburg melden können, falls ihnen Schäden oder Gefahrenstellen auffallen.

Die Vertreter und Vertreterinnen der Politik hatten ein offenes Ohr für die Forderungen der Jugendlichen, lobten deren Engagement und versprachen, sich für die Jugend einzusetzen und den notwendigen politischen Druck auszuüben.

Das Jugendforum ist ein neues Beteiligungsformat für Jugendliche, um ein Forum für einen direkten Austausch von Jugendlichen mit Verwaltung, Politik und externe Akteuren zur Verfügung zu stellen. „Der Jugend wird damit Raum gegeben, um auf Augenhöhe ihren Anliegen und Interessen Gehör zu verschaffen“, ergänzt Katrin Binius.
Die Durchführung regelmäßiger Jugendforen ist eine Maßnahme des Aktionsplans „Kinderfreundliche Kommune“, den die Stadt Wolfsburg gerade umsetzt.

Foto: oh/ Stadt Wolfsburg

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