Am 22.April, wurde eine digitale Arbeitsrunde zum Thema "Kinderrechte in der Corona-Zeit" veranstaltet.

Digitale Arbeitsrunde traf sich zum Austausch.

Am vergangenen Donnerstag, 22.April, hat das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Wolfsburg eine digitale Arbeitsrunde zum Thema “Kinderrechte in der Corona-Zeit” veranstaltet. Fachleute aus verschiedensten Bereichen der Stadtverwaltung (Jugend, Gesundheit, Bildung, Integration, Grün) haben sich mit externen Kooperationspartner*innen (Dialog e.V., StadtSportBund, Stadtjugendring), Mitgliedern des Jugendbeirates der Stadt Wolfsburg und Bürger*innen unter Leitung der städtischen Kinderbeauftragten Katrin Dedolf über die akutelle Situation von Kindern und Jugendlichen bezüglich der Kinderrechte ausgetauscht.
 
“Uns ging es nicht nur darum, die rechtliche Perspektive der anhaltenden Einschränkung von Kinderrechten durch die Corona-Maßnahmen zu beleuchten, sondern auch zu schauen, welche unkomplizierten und kreativen Wege und Angebote entwickelt wurden, um Kinder und Jugendliche in dieser Zeit zu unterstützen”, erläutert Katrin Dedolf. Aufgeteilt in Arbeitsgruppen nach den Kinderrechten (Recht auf Bildung/Diskriminierungsverbot, Recht auf gesundes Aufwachsen/Kinder- und Jugendschutz und Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung) haben die Teilnehmenden berichtet, welche Angebote, Maßnahmen und Verfahren in der Arbeit mit Kinder und Jugendlichen in der Corona-Zeit angepasst oder neu entwickelt wurden. Einig waren sich alle Teilnehmenden darüber, dass das Urvertrauen von Kindern und Jugendlichen als prioritäre Maßnahme wiederhergestellt werden müsse. Dieses sei in der gesamten Corona-Zeit seit März 2020 schrittweise abhanden gekommen. Bei Jugendlichen und Kindern gebe es zudem einen starken Wunsch nach Austausch, Information und auch Beteiligung.
 
Die aktuellen Schlagwörter wie Homeschooling, Social Distancing, Kinderschutz, Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung, eingeschränkte Freizeitangebote/-aktivitäten, Hilfe-/Beschwerdewege für Kinder und Jugendliche zeigen, dass Kinderrechte sehr vielschichtig sind und unterschiedlichste Bereiche, vor allem in einer Stadtverwaltung, betreffen.
“Die Durchsetzung und Einhaltung von Kinderrechten in der Kommune ist eine Querschnittsaufgabe, deshalb ist es wichtig, dass alle in der Kinder- und Jugendhilfe handelnden Akteur*innen auch in Krisenzeiten an einem Strang ziehen”, erklärt Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration. Mit dieser Arbeitsrunde unter Beteiligung von Jugendlichen sei ein erfolgreicher Aufschlag gemacht, um sich des Themas anzunehmen.
Matthias Keil, Mitglied des Jugendbeirates, fasst die zweistündige Gesprächsrunde mit seinen Worten zusammen: “Auf Augenhöhe mit Fachleuten über unsere Situation in der Corona-Phase zu sprechen, ernst genommen und gehört zu werden, hat sehr gut getan.”
 
Foto: oh/ Stadt Wolfsburg
 

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