Erleben Sie die Kindheit zu Hoffmanns Zeiten!

Zu einem Rundgang durch die Dauerausstellung zum Leben und Werk Hoffmanns von Fallersleben und die Sonderausstellung zu des Dichters Kinderliedern in bunten Stickbildern lädt das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum am Sonntag, 17. März, um 15 Uhr ein.

Museumsmitarbeiterin Christina Dykan Andrés betrachtet das Thema „Kindheit zu Hoffmanns Zeiten“ genauer und fragt, wie sich dieses in seiner Lyrik widerspiegelt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Hoffmann von Fallersleben kam im April 1798 in der Familie des örtlichen Wirtshausbesitzers und Bürgermeisters zur Welt. In diesem bürgerlichen Umfeld erlebte er eine schöne Kindheit mit Spielen, Schul-Bildung, Familienfesten und intensiv erlebten „Ausflügen“ in die Natur. In reiferen Jahren erinnerte sich der Dichter in zahlreichen Texten mit Dankbarkeit und Liebe an sein Aufwachsen in Fallersleben und an seine Eltern.

Kulturhistorisch wurden im bürgerlichen 19. Jahrhundert, in der Zeit Hoffmanns, Kinder erstmals als eigenständige Persönlichkeiten mit Geist und Gefühlen wertgeschätzt, wodurch die Idee der Kindheit entstand. In Kinder wurde nun „investiert“, so in ihre Ausbildung und damit in die Zukunft. Dazu diente auch das Spielzeug, für das ein eigener Markt – ebenso für Kinder-Kleider und –Möbel – entstand. In diesem Zusammenhang sind auch Hoffmanns Kinderlieder zu verstehen.

Angesichts der damaligen politischen Entwicklungen mit Kriegen, tiefgreifenden sozialen Veränderungen im Zuge der Industrialisierung und einer ersten Revolution auch in den deutschen Ländern wurde für ihn Kindheit zum Sinnbild für Fröhlichkeit und Sorglosigkeit, für Geborgenheit und Freiheit. In diesem Sinne erzog er sein einziges Kind, zumal nach dem frühen Tod seiner Ehefrau. Und Hoffmann schrieb in Zusammenarbeit zum Beispiel mit bekannten Komponisten wie Johannes Brahms oder Franz Liszt Lieder für Kinder in der Hoffnung, sie mögen als Erwachsene ihren Traum an ein „Schlaraffenland“ und damit an ein freies und gutes Leben verwirklichen.

Bildunterschrift: Christina Dykan Andrés spricht über Hoffmanns Kindheit und Kinderlieder, die teils in Zusammenarbeit mit bekannten Komponisten entstanden (Foto: Hoffmann-von-Fallersleben-Museum/Meike Netzbandt)

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