Klimawandel, Flucht und Migration, Umweltverschmutzungen und Konsum sind Themen, die alle Menschen weltweit betreffen und in die Verantwortung nehmen.

Weil dem so ist, hat sich das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg mit dem Kino im Hallenbad – Kultur am Schachtweg zusammengeschlossen und ein neues Format auf die Beine gestellt. Unter dem Motto “HEUTE FÜR MORGEN” werden ab September 2019 Kinotage für eine globale und nachhaltige Entwicklung veranstaltet, die sich den Themen der Agenda 2030 widmen.
Direkt am Weltkindertag wird der Film “Nicht ohne uns!” gezeigt. Die Dokumentation verfolgt den Schulweg von 16 Kindern in insgesamt 15 Ländern auf fünf Kontinenten. Der Film spürt der Frage nach, wie Kinder ganz unterschiedlicher Herkunft die Welt betrachten. Die Sehnsüchte und Sorgen der Kinder sind sich erstaunlich ähnlich. Sicherheit, Frieden, Freundschaft, Liebe und der Wunsch nach der Abwesenheit von Gewalt und Krieg sind allen Kindern wichtig. “Nicht ohne uns!” läuft am Dienstag, 20. September, um 18:00 Uhr im Kino des Hallenbades. Der Abend wird durch die in Wolfsburg gegründete Denkfabrik institut für zukünfte mit einer anschließenden Fragerunde begleitet. Dank der Unterstützung von Youth & Culture werden auch Schulvorstellungen angeboten.
Innerhalb der Europäischen Woche der Abfallvermeidung folgt am 18. November um 20:00 Uhr der Film “Welcome to Sodom”. Diese Dokumentation blickt hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde in Afrika. Im Vordergrund stehen die Lebensumstände und Schicksale von Menschen am Ende der Wertschöpfungskette.
Der Abend wird begleitet von der Cradle to Cradle e.V. Regionalgruppe Wolfsburg.
Die 17 globalen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, kurz SDGs (Englisch: Sustainable Development Goals), wurden im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet. In Form der Agenda 2030 verkörpern sie einen Welt-Zukunfts-Vertrag. Sie zeigen auf, was sich zur Lösung globaler Herausforderungen und für eine gerechte Welt verändern muss. Kurz: Es geht um eine globale Partnerschaft für unsere Zukunft. Jeder Einzelne, jede Organisation und alle Staaten haben die gleiche Verantwortung für ein gutes Leben aller Menschen in Würde und Freiheit. Der Erfolg der Agenda 2030 hängt davon ab, dass alle mitmachen – auch in Wolfsburg!
Hier wird auch die Stadt innerhalb des Projekts “Koordination kommunaler Entwicklungspolitik” aktiv. “Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem Kino im Hallenbad und zusätzliche lokale Partnern gewonnen zu haben, die die Filmabende begleiten werden. Denn bei den Wolfsburger Kinotagen handelt es sich um ein gemeinsames Anliegen, um die Auseinandersetzung mit globalen Prozessen zu fördern. Es ist eine weitere Möglichkeit, das lokale entwicklungspolitische Engagement abzubilden”, macht Manfred Hüller (Referatsleiter Repräsentation, Internationale Beziehungen) deutlich.
“Die Kinotage sind nicht dazu da, mit erhobenem Zeigefinger an das schlechte Gewissen zu appellieren. Im Gegenteil: Es geht uns um einen positiven Blick nach vorn. Wir möchten Filme anbieten, die auf eine positive Art und Weise zum Nachdenken und Austausch anregen”, erklärt Karine Husson vom Kino im Hallenbad – Kultur im Schachtweg. “Deshalb haben wir uns auch für den Titel entschieden: HEUTE FÜR MORGEN ist ein motivierender Aufruf dazu, zu reflektieren, aktiv zu werden, eben einfach heute schon an morgen zu denken! Wir leben alle in einer Welt und hinterlassen zukünftigen Generationen unsere Spuren”, ergänzt die Wolfsburger Koordinatorin, Nora Mühling.
Weitere Informationen zu den Kinotagen und Filmen sind im Kinoprogramm des Hallenbades sowie unter wolfsburg.de/entwicklungspolitik zu finden. Der Eintritt ist an den Kinotagen kostenfrei.
Zusatzinformation
Die Kinotage sind Bestandteil des Projekts “Koordination kommunaler Entwicklungspolitik”, gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Grafik: oh/Stadt Wolfsburg
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