Neu fertiggestellte Projekte werden am 27. Juni zum niedersachsenweiten Tag der Architektur der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Die 2020 eröffnete Kindertagesstätte Campus Hellwinkel.

Projekte zum Tag der Architektur 2021 vorgestellt.

Am letzten Sonntag im Juni ist es wieder so weit: Neu fertiggestellte Projekte werden am 27. Juni zum niedersachsenweiten Tag der Architektur der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. In Wolfsburg hat das Auswahlgremium der Architektenkammer Niedersachsen sieben Vorhaben für den Aktionstag benannt, die die große Bandbreite der aktuellen Bautätigkeit in Wolfsburg abbilden. Sowohl Wohnungsbau als auch Schul- und Kindertagesstätten-Gebäude sowie Städtebau und Freiraumplanung sind vertreten. “Die Anzahl der ausgewählten Projekte zeigt die Qualität der Neubauten in Wolfsburg, die trotz der schwierigen Situation der vergangenen Monate beinahe ungebremst umgesetzt werden konnten”, bekräftigt Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide.
Neben den Angeboten der Architekten zu ihren Projekten bietet das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg auch in diesem Jahr wieder eine geführte Radtour sowie eine digitale Karte mit einer Route und Informationen zu allen Projekten an. Ein klarer Schwerpunkt der Auswahl liegt beim Bauen für Kinder und Jugendliche. Zwei Kindertagesstätten, eine Schulerweiterung und eine Schulhofgestaltung werden von den Architekten und Landschaftsplanern vorgestellt.
 
In Kreuzheide hat das Braunschweiger Büros Dohle + Lohse Architekten für die Stadt den Neubau eines Kinder- und Familienzentrums entwickelt. Das zweigeschossige Gebäude wurde in den bestehenden Komplex der Leonardo da Vinci-Schule in der Nordstadt integriert. Das Zentrum des Baus bildet das lichte, zweigeschossige Foyer. Auch die Gruppenräume erhalten durch geschosshohe Fenster einen offenen, hellen Charakter.
Nach einem Entwurf des finnischen Architekten Esa Ruskeepää realisierten wiederum Dohle + Lohse Architekten die 2020 eröffnete Kindertagesstätte in den Hellwinkel Terrassen. Zusammen mit der bestehenden Schule bildet der Neubau den Campus Hellwinkel als Bestandteil des neuen Wohnquartiers. Eine Besonderheit ist das freie Nutzungskonzept für drei Krippen- und drei Kitagruppen in einem zweigeschossigen Gebäude.
Im Bereich Schulbau wurde der Erweiterungsbau der Grundschule Wendschott ausgewählt. Der in Holztafelbauweise errichtete neue Gebäudeteil von Koller Heitmann Schütz Architekten aus Wolfsburg ist so positioniert, dass zwischen Alt- und Neubau ein großer, dreiseitig gefasster Schulhof entstanden ist. Das Raumkonzept nutzt den Höhenversprung zwischen Schulhof und westlich angrenzender Wohnbebauung geschickt aus.
Ebenfalls in den Bereich Schule fällt die Freianlagengestaltung des Berliner Atelier Loidl Landschaftsarchitekten für das Schulzentrum Fallersleben. Das Konzept beruht auf unterschiedlich gestalteten Feldern, die neben Bereichen für Spiel, Aufenthalt und Rückzug thematisch auf die angrenzenden naturwissenschaftlichen Fachräume abgestimmt wurden.
 
Im Bereich Wohnungsbau sind sowohl Projekte aus den beiden großen neuen Stadtquartieren Hellwinkel Terrassen und Steimker Gärten vertreten, sowie ein Vorhaben in dem Bereich Bauen im Bestand. In den Hellwinkel Terrassen wird das Projekt Wohnzwilling von Architekt Peter Teicher aus Hannover, seinerzeit tätig für RTW Architekten, präsentiert. Eine Besonderheit ist das energetische Konzept der beiden Gebäude. Ein Luftzwischenraum zwischen Wand und Fassade wird, selbst bei bedecktem Himmel, durch die Sonneneinstrahlung erwärmt und die gewonnene Wärme in die massive Wandkonstruktion übertragen. Eine großzügige Lobby mit Gemeinschaftsräumen verbindet die Baukörper.
In den Steimker Gärten wird der städtebauliche Entwurf des Büro Brederlau Holik aus Braunschweig vorgestellt. Der Entwurf reagiert auf die besondere Lage auf einer Anhöhe zwischen dem Steimker Berg, dem Hellwinkel und Reislingen Süd-West und bindet diese in die Gestaltung ein. Ein zentraler Platz als Quartierseingang sowie grüne Korridore zur Gliederung der Bebauung schaffen eine Verbindung zur umgebenden Landschaft.
Mit dem Projekt “Splace Apartments” zeigen Stauth Architekten aus Braunschweig die Ergänzung einer Siedlung im Wellekamp aus den 1950er Jahren. Die bestehende Struktur aus vorwiegend viergeschossigen Zeilenbauten wurde durch fünf neue Baukörper ergänzt. Entstanden sind 56 Wohneinheiten mit 2- bis 3-Zimmerwohnungen sowie 60 möblierte Apartments.
 
Nachdem der Aktionstag im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde, soll das Ereignis in diesem Jahr auf jeden Fall stattfinden. Je nach aktueller Lage sind Präsenzveranstaltungen oder andere, digitale Formate beziehungsweise Hybrid-Veranstaltungen denkbar. Aktuelle Informationen dazu werden auf www.aknds.deveröffentlicht.
Die geführte Radtour am Sonntag, 27. Juni, um 14 Uhr ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich unter der E-Mail:forum.architektur@stadt.wolfsburg.de.
Neu fertiggestellte Projekte werden am 27. Juni zum niedersachsenweiten Tag der Architektur der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Stellten das Programm für den Tag der Architektur in Wolfsburg vor (von links): Michael Peter (Vorstand Architektenkammer Niedersachsen), Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide, Hubert Dohle (Dohle + Lohse Architekten), Peter Teicher (teicher.architektur), Esther Orant (Forum Architektur der Stadt) und Daniel Manthey (Manthey Immo).

Fotos: oh/Stadt Wolfsburg/Lars Landmann

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