Es droht die Relegation – zum zweiten Mal in Folge. Am Samstag kommt es in der Volkswagen-Arena zum Abstiegskrimi, wenn der Tabellenvorletzte Hamburger SV um 15:30 Uhr in Wolfsburg zu Gast ist. Bei einem Heimsieg machen die Wölfe einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt – mit dem gleichzeitig die HSV-Zeit in der Bundesliga abzulaufen droht.

Der Countdown in der Fußball-Bundesliga läuft – im doppelten Sinne: Am 32. Spieltag beginnt nicht nur die alles entscheidende heiße Schlussphase der Saison, mit einem Sieg des VfL Wolfsburg könnte gleichzeitig auch das Ende der Bundesliga-Uhr des „Dinos“ aus Hamburg besiegelt werden. Im direkten Kellerduell empfangen die „Wölfe“ am Samstag, 28. April, den Hamburger SV zum Abstiegsknaller in der Volkswagen-Arena (15:30 Uhr). Der VfL kann gegen den HSV dagegen den vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen.

Die Situation beim VfL Wolfsburg ist kritisch. Sportlich laufen die „Wölfe“ ihren Ansprüchen nicht nur meilenweit hinterher, sondern müssen wie schon in der vergangenen Saison um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga bangen. Mit einem Heimerfolg könnten die „Wölfe“ die Elbestädter final distanzieren, gewinnen auch Freiburg und Mainz ihre Spiele, wäre der HSV abgestiegen. Die Hamburger wollen jedoch mit einem Sieg bis auf zwei Punkte an Wolfsburg heranrücken. Die Hanseaten haben nach dem letzten Erfolg gegen Freiburg neuen Mut geschöpft und könnten mit einem Sieg bei ihrem Ex-Trainer Bruno Labbadia den Rückstand auf das rettende Ufer auf zwei Zähler verkürzen. Bei einer Wolfsburger Niederlage versinkt der VfL noch tiefer im Abstiegssumpf. Wie im vergangenen Jahr, als über die reguläre Saison hinaus gezittert werden musste. Abhängig von den anderen Ergebnissen droht den Wölfen bei einer weiteren Niederlage sogar der Sturz auf den Relegationsplatz. Doch diesmal wollen die Grün-Weißen dieses Horror-Szenario vermeiden.

Für VfL-Coach Bruno Labbadia wird es ein ganz besonderes Spiel. Seit acht Spielen ist er für die Niedersachsen verantwortlich, doch die Wende hat der Ex-Profi noch nicht geschafft. Mit einem Erfolg am Samstag kann der 52-Jährige mit dem VfL Wolfsburg einen großen Schritt zur Rettung machen und seine alte Liebe HSV zugleich in die Zweitklassigkeit befördern. „Natürlich bewegt mich das kommende Spiel. Aber nur, weil es um uns geht und wir die Punkte natürlich gerne haben wollen. Es ist ein gelernter Mechanismus, mich nicht mehr mit dem auseinanderzusetzen, was war – sondern mit dem, was kommt“, erklärte Labbadia in Bezug auf seine HSV-Vergangenheit. „Ganz wichtig ist erstmal, dass der HSV fünf Punkte entfernt ist. Der Vorteil für uns ist: Es liegt an uns, ob wir den HSV herankommen lassen oder ob wir den für uns nötigen Schritt machen. Wir haben die Sache immer noch selbst in der Hand und können unser Ziel erreichen“, betonte VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia vor der Partie gegen den zuletzt aufstrebenden Tabellenvorletzten. Auch Offensivmann Daniel Didavi zeigt sich im Hinblick auf das Kellerduell zuversichtlich: „Wir haben noch drei Spiele, zwei gegen Konkurrenten von unten, zwei Heimspiele – wir brauchen nicht auf die Tabelle zu schauen. Wir müssen einfach das Heimspiel gegen Hamburg wie ein Endspiel sehen.“ Und es gewinnen. Sonst droht die Relegation – zum zweiten Mal in Folge. „Obwohl die Saison nicht gut war, können wir mit einem Sieg für Euphorie sorgen, wir können am Wochenende viel zurückgewinnen. Wir wissen ja alle, was im vergangenen Jahr war. Es muss Motivation genug sein, dass wir es diesmal umdrehen können, dass wir diesmal hier feiern und den HSV in die zweite Liga schießen können“, so der VfL-Spielmacher weiter mit einer entsprechenden Kampfansage Richtung Elbe. In der Tat: Bei einem Sieg der Wölfe droht die HSV-Zeit in der Bundesliga endgültig abzulaufen.

 

Fotos: oh/VfL Wolfsburg

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