Verwaltung informiert mit mündlicher Kenntnisgaben im Kulturausschuss.

Verwaltung informiert mit mündlicher Kenntnisgaben im Kulturausschuss.

Eingeschränkte Öffnungsmöglichkeiten durch die aktuelle Landesverordnung zu Corona lassen bundesweit das kulturelle Leben aller Einrichtungen analog nur langsam wieder lebendig werden. Im Hintergrund der noch sehr eingeschränkten Angebote des städtischen Kulturinstituts M2K ist aber eine umfangreiche Arbeit im Gange, um in nächster Zeit mit passenden Veranstaltungen und Ausstellungen – je nach Pandemielage – das Kulturangebot kurzfristig breiter aufzustellen. Die Angebote reichen von der Internationalen Sommerbühne über Konzerte der regionalen Musikszene bis zur Ausstellung zur Geschichte der Vertriebenen in Wolfsburg.
Monika Kiekenap-Wilhelm, Leiterin des M2K gab den Mitglieder*innen des Kulturausschusses in der Sitzung am Mittwoch, 17. März  einen kleinen Einblick in diese Aktivitäten von Kulturwerk und Stadtmuseum. Erster Stadtrat Dennis Weilmann, Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur liegt dieses geplante Kulturprogramm sehr am Herzen: “Künstler*innen und Firmen der Kreativwirtschaft werden durch die Aktivitäten des M2K nicht nur finanziell unterstützt. Die geplanten Ausstellungen und Veranstaltungen bilden auch psychologisch einen Hoffnungsschimmer und setzen ein Zeichen, dass die Kultur in Wolfsburg einen besonderen Stellenwert hat.”
 
Die Internationale Sommerbühne 2021 plant trotz unsicherer Corona-Einschränkungen ein Festival in konzentrierter Form. Vom 23. bis 27. Juni bietet das Kulturwerk im M2K das Sommerevent im Schlosspark in Form einer Parkinszenierung. Das fünftägige Angebot entspricht in etwa den Veranstaltungstagen in “normalen” Jahren.
An sechs bis 10 Hör- und Spielstationen gibt es künstlerische Darbietungen, bzw. können Besucher*innen Hand anlegen. Angeboten werden ein fünftägiges Familienprogramm und zwei Abendprogramme am Freitag und Samstag, 25. und 26. Juni. An allen Tagen werden die Programme mehrmals für variable Kleingruppen durchgeführt. Falls sich frühzeitig abzeichnet, dass eine analoge Veranstaltung gar nicht durchgeführt werden darf, ist eine online-Version vorhanden, die dann angeboten werden kann.
In Kooperation mit dem Kulturzentrum Hallenbad unterstützt das Kulturwerk im M2K darüber hinaus als Künstler*innenförderung von Mai bis September einmal im Monat eine Konzert mit regionalen Einzelkünstler*innen und kleineren Bands Open Air im Biergarten des Hallenbades.
Eine Ausstellung zum Thema “Flucht und Vertreibung” steht beim Stadtmuseum im M2K auf dem Programm. Diese geht auf einen interfraktionellen Antrag aus dem Kulturausschuss zurück. Die ursprünglich geplante Präsentation zur Geschichte von Vertriebenen in Wolfsburg in der Bürgerhalle ist aufgrund der Pandemie-Einschränkungen nicht in der konventionell geplanten Form durchführbar.
 
Um das Thema trotzdem zeitnah zu präsentieren, plant das Stadtmuseum im M2K seine erste rein virtuelle Sonderausstellung. “In der Regel produzieren Museen analoge Ausstellungen und digitalisieren sie dann. Die Ausstellung des Stadtmuseums wird zunächst für das Netz produziert und kann aber – je nach Pandemie-Lage zu einem späteren Zeitpunkt auch im Museum gezeigt werden oder in Form einer Publikation die Öffentlichkeit zusätzlich erreichen. Eine solche Herangehensweise ist im musealen Kontext bisher eher die Ausnahme. Auch für unser Haus betreten wir damit Neuland. Der zu diesem Zweck gestaltete virtuelle Ausstellungsraum kann zukünftig auch für weitere Themen und Präsentationen genutzt werden”, erläutert die Leiterin des M2K Monika Kiekenap-Wilhelm das Vorgehen.
Das Thema Flucht und Vertreibung aus den östlichen Gebieten des ehemaligen Deutschen Reiches als Folge des Zweiten Weltkriegs wird anhand von Porträts von Angehörigen der Erlebnisgeneration und einzelner Nachkommen dargestellt. Zentrale Quellen sind die Aussagen der Zeitzeug*innen. Das Museum wird sich mit einem öffentlichen Aufruf und über die örtlichen Vertriebenen-Verbände an Zeitzeug*innen der 1. und 2. Generation wenden. Die Präsentation soll Kurzbiographien, Fotos, Objekte und Dokument sowie erläuternde Texte umfassen, aber auch die Besonderheiten des “Fluchtpunkts Wolfsburg”. Ab Sommer wird sie im Netz zugänglich sein.
 
Foto: oh/Alexas_Fotos
Tags: ,

Ähnliche Artikel

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Theater Wolfsburg

Tierwelt Königslutter