Wegen der zunehmenden Überflutungsgefahr haben die Wolfsburger Entwässerungsbetrieb (WEB) gemeinsam mit den städtischen Geschäftsbereichen Straßenbau und Projektkoordination und Grün die AG Starkregenvorsorge ins Leben gerufen.

Starkregenvorsorge im Stadtgebiet wird erweitert

Wegen der zunehmenden Überflutungsgefahr haben die Wolfsburger Entwässerungsbetrieb (WEB) gemeinsam mit den städtischen Geschäftsbereichen Straßenbau und Projektkoordination und Grün die AG Starkregenvorsorge ins Leben gerufen. Nunmehr werden Lösungen für die durch Bürger*innen gemeldeten und von starker Überflutung bedrohten Flächen von der AG Starkregenvorsorge erarbeitet und zur Ausführung gegeben. Schon zu Beginn des Jahres wurden erste Maßnahmen in Nordsteimke und Reislingen umgesetzt. Seitdem werden kontinuierlich Planungen durchgeführt. Es sind weitere Baumaßnahmen vorgesehen.
In Vorsfelde wird die Oberfläche der Stellplatzanlage in der Magdeburger Straße verändert und höhenmäßig angepasst. Der Gehwegbereich wird überarbeitet und um Grünzüge ergänzt. Zusätzlich werden sieben nicht mehr benötigte Stellplätze entsiegelt und in eine Mulde umgeformt, in welcher das Regenwasser zukünftig gesammelt werden soll. Dieses Wasser unterstützt die dort stehenden Bestandsbäume, die in den letzten Jahren zunehmend unter Trockenstress geraten sind. Für die Dauer der Baumaßnahmen kann der Garagenhof für ca. 14 Tage nicht befahren werden. Nach Fertigstellung der Oberfläche wird die Fläche wieder uneingeschränkt nutzbar sein. Die Maßnahmen beginnen Mitte Oktober 2021.
 
In Reislingen wird die Grünfläche, welche von der von-Droste-Hülshoff-Straße auf halber Höhe zwischen den Einmündungen zum Grete-Jürges-Ring und Moderson-Becker-Ring nach Osten abgeht, ebenfalls überarbeitet. Hier entsteht ein Mulden-Rigolen-System, welches überschüssiges Regenwasser sammeln, aufnehmen und zur Entlastung der Regenwasserleitungen zwischenspeichern und gedrosselt abgeben soll. Diese Maßnahme ist ebenfalls ab Mitte Oktober für die Realisierung vorgesehen. Beide Muldensysteme werden mit regionalem Saatgut begrünt. In diesen Saatgutmischungen werden Arten verwendet, die besonders bunt und oft sehr anhaltend blühen. Auch für die Insektenwelt, insbesondere Wildbienen und Schmetterlinge, sind diese Pflanzen wertvolle Pollen- und Nektarquellen.
In Reislingen werden zusätzlich fünf Traubenkirschen gepflanzt. Diese Baumart kann nicht nur schnell viel Wasser aufnehmen, sie besitzt auch einen hohen tierökologischen Wert und trägt zur Artenvielfalt der heimischen Natur bei. Somit leisten diese Starkregen-Puffer-Bauwerke auch einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Durch ihre Verdunstungsleistung können sie zudem kleinklimaregulierend wirken.
 
Der BUND und der Nabu begrüßen die Flächenentsiegelung und die angepassten Neupflanzungen. Auch Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide freut sich über die Maßnahmen: “Die Maßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil zur Starkregenvorsorge und leisten gleichzeitig auch einen Beitrag zum Erhalt und Weiterentwicklung von Flora und Fauna.”
Damit die Wiesen gut anwachsen und die Mulden ihre Funktion als Wasserspeicherorgan schnell und dauerhaft erfüllen können, bittet der Geschäftsbereich Grün darum, die eingesäten Flächen bis zum vollständigen Anwachsen nicht zu betreten.

Foto: oh/_Alicja_

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