Coronatest

Die Werksferien sind vorüber, die Schulferien neigen sich dem Ende zu und viele Wolfsburger*innen kommen von Urlaubsreisen zurück

Nun liegt es an uns allen, im Alltag nach den Ferien die weitere Ausbreitung des Coronavirus soweit wie möglich einzudämmen. Wie können Reiserückkehrende dazu beitragen?
Zunächst sollten alle Urlauber*innen aus Wolfsburg schon bei Antritt der Rückreise prüfen, ob sie sich während des Urlaubs – entscheidend sind die letzten 14 Tage vor Rückkehr – in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben. Dabei ist zu beachten, dass die Einordnung als Risikogebiet dynamisch ist und daher auch während des Urlaubs eine solche Zuordnung und damit eine anschließende Quarantänepflicht und eine Testpflicht ausgelöst werden können. Eine vollständige und stets aktuelle Liste der Risikogebiete ist auf der Webseite des RKI einzusehen. (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html)
 

Rückkehr aus Risikogebiet

Wer in einem Risikogebiet Urlaub gemacht hat, ist seit dem 8. August verpflichtet, sich unmittelbar nach Einreise in Quarantäne zu begeben und sich derzeit ohne eigene Kostenbeteiligung auf das Coronavirus testen zu lassen. Wer sich nicht schon direkt bei der Einreise oder am Flughafen testen lässt, kann telefonisch bei Hausarztpraxen, dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) oder online über das Buchungsportal der Kassenärztlichen Vereinigung unter www.kvn.de/coronatest einen Testtermin in einem Testzentrum vereinbaren. Das nächstgelegene Testzentrum befindet sich in Braunschweig, An der Petrikirche 1. (Auf die Auswahl der Orte, an denen Testzentren installiert werden, haben die Kommunen im Übrigen keinen Einfluss; die Entscheidung liegt bei der Kassenärztlichen Vereinigung.) Die Quarantänepflicht endet erst dann, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, davor muss die Quarantäne von Reisenden aus Risikogebieten zwingend eingehalten werden. Natürlich ist das Verlassen der Wohnung, um einen Testtermin wahrzunehmen, erforderlich und möglich – dabei muss aber der direkte Weg ohne Kontakte zu Dritten gewählt werden (möglichst im eigenen Fahrzeug).
Wichtiger Hinweis: Wer sich entgegen der Pflicht nicht testen lässt oder gegen die Quarantänepflicht verstößt, muss mit einer Strafe von bis zu 25.000 Euro rechnen.
Reiserückkehrende aus Risikogebieten, die nicht bereits am Flughafen oder bei der Einreise nach Deutschland getestet wurden, müssen umgehend das Gesundheitsamt telefonisch informieren, da sie für den Zeitraum bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses der Beobachtung durch die Behörde unterliegen.

Rückkehr aus Nicht-Risikogebiet

Wer in einem Nicht-Risikogebiet Urlaub gemacht hat, kann sich freiwillig und ebenfalls derzeit kostenfrei testen lassen. Der Test muss dann allerdings innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise erfolgen, sonst übernimmt der Bund die Kosten nicht mehr. Wer sich testen lassen möchte, nimmt dafür, wie oben beschrieben, Kontakt zu den entsprechenden Stellen auf.
Für Reiserückkehrende aus Nicht-Risikogebieten besteht ausdrücklich keine Notwendigkeit, das ohnehin gut ausgelastete Gesundheitsamt zu kontaktieren, solange kein positives Testergebnis vorliegt. Auch gilt für sie nicht die Quarantänepflicht ab Einreise, sondern wie sonst auch nur im Falle einer entsprechenden Verfügung durch das Gesundheitsamt (bei positivem Testergebnis).
In Wolfsburg werden derzeit auffällig viele Reiserückehrende aus Südosteuropa positiv getestet. Daher wird auch Rückkehrenden aus diesen Ländern, selbst wenn es sich zum Teil um keine vom RKI ausgewiesenen Risikogebiete handelt, eine Testung empfohlen.

 

Foto: oh/Bao_5

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