Studiengang

Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften bietet in Kooperation mit der Stadt Wolfsburg einen neuen Bachelor-Studiengang an, der zum Wintersemester 2021/22 starten soll

Der gemeinsam von Stadt und Hochschule entwickelte Studiengang “Kindheitspädagogik und Gesundheit” ist anwendungsorientiert und fächerübergreifend ausgerichtet. Die Schwerpunkte liegen zum einen auf kindheitspädagogischen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, zum anderen im Bereich der Gesundheitswissenschaften. So erwerben die Studierenden vielfältige Kompetenzen, um ihr kindheitspädagogisches Handeln konsequent an Gesundheit und Gesundheitsförderung ausrichten zu können.

 

Dem Fachkräftemangel begegnen

“Bereits 2013 bin ich auf die Ostfalia zugegangen mit dem Ansinnen in der Stadt Wolfsburg einen Studiengang für frühkindliche Bildung zu etablieren”, erläutert Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration Iris Bothe. “Im Hinblick auf den Ausbau der Kindertageseinrichtungen, Schaffung des Rechtsanspruches und die flächendeckende Einrichtung des Ganztags an Wolfsburger Schulen war und ist der Bedarf an pädagogischen Fachkräften groß und erforderte neue Wege im Rahmen des kommunalen Bildungsmanagements.” Der erste Schritt war der Ratsbeschluss in 2015, der die notwendige Anschubfinanzierung für die Ostfalia ermöglichte und das Projekt “Entwicklung und Erprobung von (Weiter-)Bildungsangeboten in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und Soziales (EEGES)” an der Fakultät Gesundheitswesen am Standort Wolfsburg, aus der Taufe gehoben hat.
 
“Das Interesse an einer Tätigkeit im Bereich der frühkindlichen Bildung ist bei Abiturient*innen durchaus vorhanden”, fügt Prof. Dr. Sandra Tschupke von der Ostfalia hinzu. “Doch in Ermangelung eines entsprechenden Studienangebotes haben sich die Studienanfänger*innen bisher für eine andere Fachrichtung entscheiden müssen.”
Dies ist eine der zentralen Erkenntnisse einer schriftlichen Befragung zur Bedarfsanalyse. Befragt wurden 536 Wolfsburger Fach- und Leitungskräfte im Rahmen des Projektes EEGES (Entwicklung und Erprobung von Weiterbildungen in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und Soziales). Das Projekt läuft bis zum Abschluss des gemeinsamen Entwicklungsprozesses des Studienkonzepts sowie der Vorbereitung des Studienangebotes bis zum Sommer 2022 und wird von der Stadt Wolfsburg mit einem Zuschuss in Höhe von 431.000 Euro gefördert.
 

Vollzeitstudium mit Praxiselementen

Der Studiengang ist bereits vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur genehmigt und wird aktuell auf die Akkreditierung vorbereitet. Es handelt sich um einen Vollzeitstudiengang mit Blended Learning Elementen – also der Mischung aus Präsenzveranstaltungen und E-Learning, der sich durch Praxisphasen in jedem Semester auszeichnet sowie durch ein Praxissemester. Die Studierenden werden somit ideal auf ihre spätere Berufstätigkeit vorbereitet: eine verantwortungsvolle Tätigkeit in der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern und ihren Familien.
 
Die Ostfalia und die Stadt Wolfsburg werden auch bei der Betreuung der Studierenden zusammenarbeiten. Beispielsweise wird die Stadt den Studierenden die Möglichkeit bieten, Praktikumsverträge für die Praxisphasen zu schließen. Diese werden seitens der Ostfalia durch Lern- und Reflexionsaufgaben strukturiert. Die Stadt Wolfsburg ermöglicht es den Studierenden wiederum, die Aufgaben im Rahmen ihrer praktischen Tätigkeit zu bearbeiten. Zudem hat sich die Stadt Wolfsburg bereit erklärt, während des Durchlaufs der ersten Studienkohorte geeignete Mitarbeiter*innen, die mindestens über einen Bachelorabschluss verfügen, in ihrer Arbeitszeit für eine Lehrtätigkeit im neuen Studiengang an der Ostfalia freizustellen.
“Der neue Studiengang unserer Ostfalia am Standort Wolfsburg entwickelt unsere Bildungslandschaft weiter und orientiert sich daran, was Fachkräften wichtig ist: eine praxisnahe Ausbildung und mehr Aufstiegsmöglichkeiten im Beruf. Zugleich wird er der Stadt helfen, Fachkräfte in Wolfsburg zu binden und neue zu gewinnen”, erklärt Iris Bothe.
 
Foto: oh/kaboompics
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Uni Hannover